Starkes Softwaregeschäft

IBM startet mit Gewinnsprung ins Jahr

Joachim Hackmann ist Principal Consultant bei Pierre Audin Consulting (PAC) in München. Vorher war er viele Jahre lang als leitender Redakteur und Chefreporter bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Dank guter Service- und Softwareverkäufe startet IBM mit einem ordentlichen Gewinnplus ins neue Geschäftsjahr. Der Hardwareverkauf schwächelt.
IBM-CEO Ginni Rometty: "Wir können eine exzellente Performance im Softwaresegment vorweisen."
IBM-CEO Ginni Rometty: "Wir können eine exzellente Performance im Softwaresegment vorweisen."
Foto: IBM

Einen Auftakt nach Maß feierte die seit Januar 2012 amtierende, neue IBM-Chefin Ginni Rometti bei der Präsentation der aktuellen Quartalszahlen. Zwar verharrten die Einnahmen nahezu unverändert (plus 0,3 Prozent) bei 24,67 Milliarden Dollar, doch der Gewinn legte ordentlich zu. Im ersten Quartal 2012 blieb dem Konzern unterm Strich ein Plus von knapp 3,07 Milliarden Dollar, das sind verglichen mit dem ersten Quartal 2011 gut sieben Prozent mehr, als sich der Gewinn auf rund 2,9 Milliarden belief.

"Im ersten Quartal haben wir ein starkes Wachstum beim Profit und Gewinn pro Aktien hingelegt. Wir konnten erneut eine exzellente Leistung im Softwaresegment vorweisen und haben die Marge im Servicegeschäft erhöht", freute sich Rometty. "Unsere Investitionen in die Wachstumsmärkte liefern weiterhin starkes Wachstum im Bereich Software, Hardware und Services und verbessern die Gewinnspanne des Unternehmens." Der Schwung des ersten Quartals veranlasste die IBM-Chefin bereits dazu, die Jahresprognose für den Betriebsgewinn je Aktie von 14,85 Dollar auf 15 Dollar zu erhöhen.

Die guten Aussichten wurden insbesondere vom Softwaregeschäft getragen. Die Einnahmen verbesserten sich um fünf Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar. Mit einem Umsatz von 3,5 Milliarden Dollar steuerten die Middleware-Produkte (WebSphere, Information Management, Tivoli, Lotus und Rational) den Löwenanteil bei, sie legten auch überdurchschnittlich um sieben Prozent zu. Um beeindruckende zwölf Prozent erhöhte sich zudem der Vorsteuergewinn, IBM kann in diesem Segment auf eine Marge von 30,2 Prozent vor Steuern verweisen.

Einigermaßen zufriedene Gesichter gab es auch im Servicebereich. Die Einnahmen mit Betriebsdienstleistungen von Global Technology Services (GTS) legten um zwei Prozent auf zehn Milliarden Dollar zu, das Beratungsgeschäft von Global Business Services schrumpfte dagegen um zwei Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar. Im letzteren Segment sackte die Betriebsmarge um sechs Punkte auf 12,5 Prozent ab.