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IBM sourct PC-Server- und Workstation-Fertigung an Sanmina-SCI aus

08.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM lagert im Rahmen eines zunächst auf drei Jahre befristeten Outsourcings die Fertigung seiner Intel-basierenden "xSeries"-PC-Server mit ein bis vier Prozessoren sowie der "Intellistation"-PC-Workstations an Sanmina-SCI aus. Der Kontrakt hat einen Wert von 3,6 Milliarden Dollar und bezieht sich auf Nordamerika und Europa; für den asiatischen Markt behält IBM vorerst die eigene Produktion in Shenzen, China.

Der im kalifornischen San Jose ansässige Auftragsfertiger Sanmina-SCI übernimmt dabei Fertigungsstätten von IBM im schottischen Greenock sowie in Guadalajara, Mexiko, wo er auch noch einen Teil der "Thinkpad"-Assemblierung übernimmt. Insgesamt 1050 bisherige IBM-Mitarbeiter wechseln so den Arbeitgeber.

Big Blue fokussiert sich bereits seit geraumer Zeit auf Software und Services und trennt sich dabei zunehmend von der Commodity-Hardwareproduktion. Bereits vor einem Jahr hatte der Armonker Konzern den Bau seiner meisten Desktop-PCs für fünf Milliarden Dollar an Sanmina-SCI, später trat das Unternehmen seine Festplattensparte an Hitachi ab. Stattdessen verstärkte sich IBM durch die Übernahme der Consulting-Sparte von PricewaterhouseCoopers (PwC) und übernahm zuletzt Rational Software.

Das auch Highend-Produkte wie Mainframes einmal von Auftragsfertigern gebaut werden könnten, kann sich IBMs Senior Vice President Supply Chain Robert Moffat indes nicht vorstellen. Mit der Auslagerung der Desktop-Produktion habe IBM im vergangenen Jahr rund 100 Millionen Dollar eingespart; der neue Vertrag werde unterm Strich weniger bringen. Zum Vergleich: Fünf Milliarden Dollar will Moffat in diesem Jahr durch bessere Beschaffung und Designs einsparen, die die Produktlinien vereinfachen. (tc)