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IBM schließt fette Outsourcing-Verträge in Dänemark

01.12.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nachdem IBM die Übernahmen der dänischen IT-Dienstleister Maersk Data und DM Data (Computerwoche.de berichtete) abgeschlossen hat, haben die beiden früheren Konzernmütter Moeller-Maersk und Danske Bank mit Big Blue Outsourcing-Verträge im Wert von über einer Milliarde Dollar abgeschlossen. IBM übernimmt die Rechenzentren und IT-Prozesse beider Unternehmen. Wie viel Geld von welchem Auftraggeber stammt, verriet IBM nicht. Der Vertrag mit dem Containerverschiffer Moeller-Maersk läuft über fünf, der mit der Danske Bank über zehn Jahre.

Mit der Maersk-Data-Übernahme dringt IBM in neue Geschäftsfelder vor, nämlich Logistikprozesse für die Schifffahrtsindustrie - mit Kunden wie der Port Authority of New York and New Jersey. Berater von Maersk Data helfen Kunden dabei, ihre Be- und Entladezeiten zu optimieren, indem sie beispielsweise das Tracking von Containern und LKWs optimieren, die die Behälter an- und abtransportieren. Laut Dominique Cerutti, General Manager von IBM Global Services in Europa, bot Big Blue vergleichbare Dienste schon im Bereich der Luftfahrtindustrie an.

Durch den Zukauf von Maersk Data habe man diese Fähigkeiten auf eine weitere Branche ausgeweitet. Cerutti wittert im Bereich der Transportprozesse eine "Multimilliarden-Dollar-Chance". IBM hofft, dass Schiffahrtslinien, die bislang Maersk Data wegen dessen Zugehörigkeit zu einem Wettbewerber mieden, sich nun für IBM als "neutralere Instanz" entscheiden. Beide Übernahmen in Dänemark fallen in den Bereich Business Process Transformation Services, bei denen IBM auch IT-fremde Backoffice-Tätigkeiten wie Personalwesen, Buchhaltung oder Beschaffung übernimmt. (tc)