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IBM redet über Tivoli System Z9

24.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM hat ersten Nutzern einen Blick auf die neue Version des für das vierten Quartal 2005 angekündigten Management-Tools "Tivoli System Z9" gewährt. "Wir betreten ein völlig neues Integrationsniveau ", kündigte IBM-Manager Al Zollar vollmundig in einem Gespräch mit einer US-amerikanischen Anwendergruppe an. Das Ziel von Tivoli System Z9 sei, Anwendern eine End-to-end-Sicht auf ihre Systeme - vom Mainframe der Z-Series bis hin zu den verteilten Clients - im Tivoli Enterprise Portal einzuräumen.

IBMs Wettbewerber in diesem Segment heißen BMC, Computer Associates und Hewlett-Packard. Ihnen warf Zollar vor, den Mainframe in ihren System-Management-Tools zu ignorieren. "Da haben unsere Konkurrenten ein erhebliches Defizit", warb Zollar für das eigene Tool. "Sie schaffen eine künstliche Mauer zwischen der Z-Series und den verteilten Systemen." Ein aufmerksames Auge wirft IBM zudem auf EMC. Der Speicherspezialist tastet sich mit seinen Software-Tools immer weiter in das Feld der klassischen System-Management-Anbieter vor. Zuletzt hatte das Unternehmen den Server- und Netz-Management-Anbieter Smarts gekauft. Die damit erworbenen Funktionen sollen in die künftige EMC-Software "Storage Insight" einfließen.

Zunehmend konzentriert sich auch IBM darauf, die Funktionen der Management-Software mittels Akquisitionen zu erweitern. Tivoli System Z9 wird erstmals die Asset-Management-Techniken des im vergangenen Juni übernommenen Anbieters Isogon sowie die Verfahren für das Application-Management von Cyanea Systems integrieren. Letzteren Hersteller hat IBM im Juli 2004 geschluckt. "Wir bevorzugen es, Unternehmen zu übernehmen, mit denen wir Geschäftsbeziehungen unterhalten", bestätigte Zollar. Damit sei gewährleistet, dass man deren Verfahren wirklich verstehe, so dass die spätere Integration leichter falle, so der IBM-Manager. (jha)