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IBM produziert IT-Services wie am Fließband

11.07.2006
Manager aus den Produktbereichen sollen das Dienstleistungsgeschäft effizienter machen.

Seit Ende vergangenen Jahres beordert die IBM-Führung kontinuierlich Manager aus dem klassischen Produktgeschäft in seine Servicesparte. Laut einem Bericht der "Financial Times" will Big Blue damit seinem stagnierenden Dienstleistungsgeschäft neuen Schwung verleihen. Dabei hoffen die Verantwortlichen offenbar auf neue Impulse durch Erfahrungen in Sachen Produktplanung, Marketing und Markenentwicklung. Bislang wechselten beispielsweise Val Rahmani, ehemaliger Server-Manager und Vertrauter des Ex-IBM-CEOs Lou Gerstner, sowie der Mainframe-Spezialist Erich Clementi ins Servicefach.

Nach Angaben von Michael Daniels, Senior Vice President bei IBM Global Services, soll das Servicegeschäft zunehmend industrialisiert werden. Mit den Konzepten aus den Produktsparten will der IT-Riese standardisierte Serviceprozesse entwickeln, die sich weltweit immer wieder nutzen lassen sollen. Ziel ist es nach IBM-Angaben, neue Märkte zu erschließen. Darüber hinaus könnte so die Marge im hart umkämpften Servicegeschäft verbessert werden. Die Sparte Global Services erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr 52 Prozent des IBM-Umsatzes. Allerdings beklagte der Konzern zuletzt sich abschwächende Wachstumsraten in diesem Segement. (ba)