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IBM plant neues Unix-Monster

11.08.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Akquisition von Sequent durch IBM soll in rund einem Jahr in Form eines Highend-Unix-Servers erste neue Früchte tragen. "Regatta", so der Codename des Systems, mit dem es Big Blue ganz klar auf den Konkurrenten Sun Microsystems abgesehen hat, lässt sich mit bis zu 32 CPUs bestücken und ist mit einer ganzen Reihe technischer Neuerungen ausgestattet. Als Prozessoren kommen die neuen "Power4"-CPUs zum Einsatz, die prinzipiell zwei komplette PowerPC-Kerne in einem Chip kombinieren. Die Prozessoren verwenden die "Silicon-On-Insulator"-Technik (SOI) und besitzen jeweils rund 170 Millionen Transistoren. Diese Power4-Chips werden auf Module zu je acht Prozessoren gepackt, von denen Regatta wiederum maximal vier aufnehmen kann. Verbunden werden die Knoten über neu entwickelte Switches (Codename "Federation"), einer Weiterentwicklung der in den aktuellen

"SP"-Numbercrunchern benutzten "Colony"-Switches. Als Systemarchitektur kommt Sequents "NUMA" (Non-Uniform Memory Architecture) zum Einsatz, bei der sich der Hauptspeicher - im Gegensatz zu herkömmlichen SMP-Systemen (Symmetrical Multiprocessing) - verteilt möglichst nah an den CPUs befindet.