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IBM öffnet Entwicklerplattform Jazz.net für Jedermann

15.01.2008
Zu IBMs Community-Projekt gesellt sich die Web-2.0-ähnliche virtuelle Entwicklerwelt "Bluegrass" und eine Express-Version von "IBM Rational Concert".

Bislang war die rund ein Jahr alte Online-Entwicklerplattform Jazz.net nur für Kunden von IBM-Rational-Tools sowie für wissenschaftliche Einrichtungen und Partner zugänglich. Das soll sich nun ändern. "Wir werden Jazz.net öffnen, jeder Interessierte wird an der Community teilnehmen können", erklärte jetzt Scott Hebner, Chef-Marketier bei IBM. Bei Jazz handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt von IBM Rational und IBM Research, das den Aufbau einer skalierbaren Collaboration-Plattform für alle im Software-Lebenszyklus anfallenden Aufgaben zum Ziel hat. Als Besonderheit betont Hebner zwei Eigenschaften von Jazz: Zum einen würden Realtime-Funktionen die Zusammenarbeit weltweit verteilt arbeitender Entwickler besser unterstützen. Außerdem sei es möglich, die mit Application-Lifecycle-Management (ALM) einhergehenden Prozesse selbst zu gestalten, anstatt sich den ALM-Vorgaben eines konkreten Produkts zu beugen.

TEST

Erstes Produkt, das auf Jazz.net entstanden ist und im Juni vergangenen Jahres auf der IBM Rational Software Development Conference in Orlando vorgestellt wurde, ist die Portallösung "Team Concert", das für die Echtzeit-Anforderungen von verteilten Teams ausgelegt ist und damit Methoden der agilen Softwareentwicklung unterstützt. Zielgruppe sind mittlere und große Unternehmen, wo Team Concert auch als Erweiterung der Change- und Release-Management-Lösungen ("ClearQuest" und "ClearCase") von Rational eingesetzt werden kann. Nun gibt es die IBM-typische Express-Variante von Team Concert als zweite Betaversion, die sich als leichtgewichtiges sowie einfach zu benutzendes und erweiterbares Toolset an den Belangen kleinerer Entwicklerteams orientiert. Hinzu gekommen sind unter anderem ein Web-Dashboard sowie die Möglichkeit mit einem breiteren Spektrum an Infrastrukturkomponenten wie Oracle-Datenbanken und Apache-Servern zu arbeiten.

Mit dem auf Jazz basierenden Projekt Bluegrass versucht IBM, die visuellen und kollaborativen Elemente einer virtuellen 3D-Welt in die Softwareentwicklung zu bringen. Dazu zählen neben der interaktiven Darstellung von Ideen und Daten auch Avatare oder grafische Repräsentationen der Teilnehmer. Zielgruppe sind in erster Linie jüngere Entwickler, die ihre Kommunikationsgewohnheiten im Web-2.0-Stil pflegen. Vorgestellt wird Bluegrass auf der Lotusphere-Konferenz nächste Woche in Orlando. Außerdem hat IBM das Projekt in seinen Codestation-Kiosk im Second Life hinterlegt. (ue)