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IBM: Natürlich haben wir einen ESB!

06.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBMs Softwarechef Steve Mills findet es gar nicht gut, dass Konkurrenten aus dem spezialisierten ESB-Lager (Enterprise Service Bus) behaupten, Big Blue habe keinen ESB, sondern nur einen Haufen Intergrations-Tools, die man erst mit Hilfe von Professional Services zusammensetzen müsse.

"Das ist der Spott 13-jähriger Schuljungen", ereiferte sich Mills im Interview mit "Computerwire". Ich weiß, dass wir einen ESB haben - in Wahrheit liefern wir ESB-Funktionalität schon seit vielen Jahren." Man müsse Dinge schließlich nicht immer mit dem benennen, was sie seien. "Sie nennen Ihre Datenbank nicht immer 'die IBM Datenbank'", so Mills, "und wir nennen nicht irgendwas den IBM ESB. Aber der Websphere Business Integrator erledigt die transaktionale Flusskontrolle - sowohl synchron als auch asynchron - und alles sonst, was man in einem ESB braucht."

Die "reinen" ESB-Anbieter wie Sonic Software oder PolarLake würfen IBM zwar vor, es behandele das ESB-Konzept als eine Architektur anstelle eines Produkts. Sie tangierten aber sein Geschäft nicht, so Mills, und IBM Software wachse stärker als jeder von ihnen. "Es gibt viele Teile, die man für eine Service-orientierte Architektur braucht. Und wenn ich die nun alle habe, dann erklärt der Wettbewerb, IBM habe zu viele Teile. Das ist Kinderkram." (tc)