Mit Rasseln und Klappern

IBM-Mitarbeiter demonstrieren für mehr Lohn

10.11.2014
Trotz Nieselregens und klammer Temperaturen haben am Montag mehr als 1000 IBM-Mitarbeiter lautstark mit Rasseln und Klappern für mehr Lohn demonstriert.

"Wir fordern das Unternehmen auf, die Mitarbeiter am Erfolg des Unternehmens zu beteiligen", sagte Bert Stach, IBM-Konzernbetreuer bei der Gewerkschaft Verdi. Gewinn und Umsatzentwicklung bei IBM seien gut. Mit den Protesten erhöht die Gewerkschaft Verdi den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen. IBM beschäftigt in Deutschland nach Gewerkschaftsangaben rund 15.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen selbst macht zu den Beschäftigtenzahlen keine Angaben und veröffentlicht auch keine Geschäftszahlen für Deutschland. Weltweit verbuchte der US-Konzern in den ersten neun Monaten des Jahres einen Umsatz- und Gewinnrückgang.

IBM, Haupteingang der Deutschlandzentrale in Ehningen
IBM, Haupteingang der Deutschlandzentrale in Ehningen
Foto: IBM

Die Gewerkschaft handelt für IBM, wie in der IT-Branche üblich, einen Haustarifvertrag aus. Ein Flächentarifvertrag existiert nicht. In den laufenden Verhandlungen verlangt Verdi von dem IT-Konzern die Vorlage eines Angebots. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Tarifgehälter um fünf Prozent bei einer Mindesterhöhung von 200 Euro. Außerdem will die Gewerkschaft zugleich eine Sonderzahlung in Höhe von 1500 Euro und Änderungen im Tarifvertrag bei Altersteilzeit und Mehrarbeit. Die Verhandlungen haben im September begonnen. Inzwischen gab es vier Verhandlungsrunden. Ein IBM-Sprecher wollte sich zu den laufenden Tarifverhandlungen nicht äußern. (dpa/tc)