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IBM macht sich selbst Konkurrenz

16.09.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM entwickelt offenbar derzeit eine weitere Virtualisierungslösung für Speicherumgebungen, die in Konkurrenz zum hauseigenen "SAN Volume Controller" (SVC) und zu EMCs "Invista" stehen wird. Ebenso wie Invista, das demnächst marktreif sein soll, wird auch das neue IBM-Produkt auf einem intelligenten SAN-Switch ablaufen. Dazu bedient sich Big Blue der Werkzeuge vom Startup-Unternehmen Incipient aus Waltham, Massachusetts. Diese Firma hat sich auf die Entwicklung von Fabric-basierender Verwaltungssoftware spezialisiert, also Programme, die in einem Switch ablaufen.

IBMs erneuter Vorstoß für eine Virtualisierungssoftware im SAN-Switch wird von Analysten prinzipiell als richtig bezeichnet, weil nur dort die Verarbeitung auf Port-Ebene erfolgen kann. Allerdings hatte IBM bereits in der Vergangenheit versucht, den SVC im "MDS-9000"-Switch von Cisco zu platzieren. Dieser Lösung war aber kein kommerzieller Erfolg beschieden, so dass sie nach Aussagen von IBM-Speicherchefin Laura Sanders nicht länger angeboten wird. Dafür meldet Big Blue weiterhin steigende Absatzzahlen für die SVC-Appliance, die sich bis heute über 1300mal verkauft hat. Nachteil des SVC ist, dass er auf der so genannten In-Band-Architektur basiert, was den Durchsatz begrenzt. (kk)