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IBM Lotus startet mit Cloud-Offerten

Seine diesjährige Konferenz Lotusphere in Orlando hat IBM gestern mit der Vorstellung von "LotusLive" eröffnet.

Originell zeigt sich IBM nicht gerade bei der Namensgebung von LotusLive, schließlich ist Microsoft mit seinen "Windows-Live"-Produkten schon seit geraumer Zeit unterwegs. Unter der Adresse www.lotuslive.com geht nun die neue Lotus-Site an den Start und fungiert als Portal für die Cloud-Angebote des Herstellers im Bereich Social Networking und Collaboration. Unter anderem will man Funktionen für Teamarbeit, E-Mail und Web-Conferencing bereitstellen, wobei die Integration dieser Dienste mit Drittanbieter-Applikationen beziehungsweise beim Anwender bereits installierter Software aufgrund der verwendeten offenen Web-Standards ein Kinderspiel sein soll - "Click to Cloud" umschreibt IBM das einfache Vorgehen.

"Mit LotusLive bringen wir unsere 20-jährige Collaboration-Erfahrung in die Cloud", erklärte Bob Picciano, General Manager von IBM Lotus Software, zum Auftakt der Jahreskonferenz. Es gehe darum, Geschäftspartnern Wege aufzuzeigen, wie sie künftig kommunizieren können, ohne für die Infrastruktur tief in die Tasche greifen zu müssen. Außerdem verspricht sich IBM über das Cloud-Angebot eine deutlich wachsende Nutzergemeinde seiner Collaboration-Produkte. Das dürfte auch dringend nötig sein, machen doch Web-2.0-Companys wie Google, Zoho und Jive dem Konzern schon seit längerem vor, in welche Richtung sich Collaboration entwickeln wird.

Abgerundet wurde die LotusLive-Präsentation von der Ankündigung mehrerer Partnerschaften für den Cloud-Service. So will Linkedln sein Social Network für professionelle Kontakte in die Lotus-Wolke einbinden, Salesforce.com plant die Integration von Programmen für Customer-Relationship-Management (CRM), und von Skype kommen Sprach- und Videofähigkeiten.