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Software und Services legen zu

IBM: Kurssturz durch Hardware-Einbruch

25.01.1999
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Software und Services legen zu

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Kurs der IBM-Aktie ist nach Bekanntgabe des Quartals- und Jahresergebnisses am vergangenen Donnerstag um gut zehn Prozent abgesackt. Für das komplette Geschäftsjahr 1998 meldete IBM einen Profit von 6,3 Milliarden Dollar oder 6,57 Dollar je Aktie (1997: 6,1 Milliarden Dollar oder 6,01 Dollar pro Anteilschein) bei einem Umsatz von 81,7 Milliarden Dollar (1997: 78,5 Milliarden). Big Blue hatte wie bereits gemeldet für das abgeschlossene vierte Quartal seines Geschäftsjahres einen Gewinn von 2,3 Milliarden Dollar oder 2,47 Dollar pro Aktie bekanntgegeben. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten die Armonker 2,1 Milliarden Dollar oder 2,11 Dollar je Anteilschein verdient. Der Umsatz im vierten Quartal lag bei 25,1 Milliarden Dollar. Davon entfielen 11,3 Milliarden auf Nordamerika (plus acht Prozent), die EMEA-Region (Europa, Nahost und Afrika) konnte mit einem Zuwachs von 13 Prozent auf 8,7 Milliarden sogar noch stärker zulegen.

Die Finanzwelt zeigte sich dennoch enttäuscht von den Resultaten. Grund war ein Umsatzrückgang im Hardware-Geschäft des zurückliegenden Quartals um zwei Prozent auf 11,3 Milliarden Dollar. Das PC-Business konnte allerdings zulegen, und bei CMOS-Mainframes will Big Blue seinen Marktanteil um zehn Prozent gesteigert haben. Daß die IBM trotzdem insgesamt mehr einnahm, verdankt sie vor allem den steigenden Umsätzen aus dem Software- (4,1 Milliarden Dollar, plus neun Prozent) und dem schnell wachsenden Service-Bereich (7,1 Milliarden Dollar, plus 20 Prozent). Die beiden Geschäftsfelder liefern mittlerweile rund 60 Prozent des Bruttoprofits. Daß dennoch verschiedene Wallstreet-Analysten ihre Kaufempfehlungen für die IBM-Aktien zurückstuften, dürfte neben dem schwächelnden Hardware-Geschäft zusätzlich von Warnungen beeinflußt worden sein, das Unternehmen sehe eine Reihe unkalkulierbarer Risiken in den Märkten in Asien und

Brasilien sowie im Jahr-2000-Problem.