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IBM kappt die z/OS-Preise kräftig

02.09.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM will für "z/OS" ähnliche Konditionen wie im Unix-Lager schaffen, wo die Kosten für das Betriebssystem bereits weitgehend im Hardwarepreis enthalten sind. Deshalb sollen die im vergangenen Jahr begonnenen Aktionen für einen preisgünstigen Linux-Betrieb auf dem Einstiegs-Server "z800" nun auf die gesamte Großrechnerfamilie und diverse Applikationen ausgedehnt werden.

Die erheblichen Preisnachlässe setzen sich aus drei Komponenten zusammen. Zum einen wurden für das Spitzenmodell "z990" die MSU-Werte, nach denen sich die abgerechneten z/OS- und auch alle anderen Softwaregebühren richten, um zehn Prozent gesenkt. Zweitens greift bei einem Bedarf bis etwa 1800 MIPS generell das Preissystem "Entry Level Charging", das IBM bereits bei der z800-Maschine praktiziert. Die Kosten für das Betriebssystem fallen demnach auch für z990 um bis zu 50 Prozent. Schließlich wird für Applikationen wie zum Beispiel mySAP, Siebel oder Websphere-Anwendungen, die bislang typischerweise nicht auf dem Mainframe laufen, ein Kostennachlass für z/OS um 80 Prozent gewährt. Wer etwa SAP-Anwendungen mit 1000 MIPS auf einem z990 laufen lässt, wird laut IBM künftig innerhalb von zwei Jahren über 750.000 Dollar weniger an z/OS-Gebühren zahlen. (ue)