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IBM ist Schuld an iMac-Verspätung

16.07.2004

Apples neuer Finanzchef Peter Oppenheimer hat im Conference Call zu den jüngsten Quartalsergebnissen bereits zugegeben, dass der auf September verschobene neue "iMac" ebenso wie der schon ausgelieferte Profi-Desktop "Power Mac G5" mit einem G5-Prozessor bestückt sein wird. Und aus genau diesem Grund musste der neue Consumer-Rechner verschoben werden - denn IBM, das den G5 in seiner Highend-Fab East Fishkill fertigt, kann nicht in ausreichender Menge Prozessoren liefern.

"Normalerweise sprechen wir nicht über noch nicht angekündigte Produkte, aber wir denken, dass sie über die aktuelle Situation bescheid wissen sollten", sagte Oppenheimer den Analysten. "Der neue iMac wird auf einem G5-Prozessor basieren. Wir konnten nicht genügend G5-Prozessoren bekommen, um den neuen Rechner termingerecht herauszubringen. Wir wollen ihn nun im September ankündigen und ausliefern." Apple sei angesichts dessen "extrem unglücklich", so Oppenheimer weiter.

"IBMs Lieferschwierigkeiten sind die der ganzen Branche", so der CFO weiter. Der Umstieg auf den neuen 90-Nanometer-Fertigungsprozess sei nicht so glatt gelaufen wie erwartet. "IBM hat aber Fortschritte bei der Bekämpfung dieser Probleme gemacht." Wirkliche Besserung sei aber erst in Apples erstem Fiskalquartal 2005 (derzeit läuft Q4/FY04) zu erwarten, so Oppenheimer. IBM technische Probleme wirkten sich im Übrigen auch auf den Power Mac G5 aus. Bei den 1,8 und 2 Gigahertz schnellen G5-Prozessoren solle sich die Situation bis August bessern, beim 2,5-GHz-Topmodell werde es wohl das ganze Quartal hindurch noch zu Lieferengpässen kommen. (tc)