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IBM hilft Second-Life-Avataren beim Exodus

10.10.2007
Von pte pte
IBM und und der Second-Life-Betreiber Linden Labs entwickeln künftig universelle Avatare.

Der Second-Life-Betreiber Linden Lab und der IT-Konzern IBM sind eine Partnerschaft eingegangen. In Zukunft wollen die beiden Unternehmen universelle Avatare entwickeln, die nicht mehr nur auf eine virtuelle Welt begrenzt sind. Wie gestern, Dienstag, in San Francisco bekannt gegeben wurde, sollen die Nutzer die Möglichkeit erhalten, sich mit ihren virtuellen Alter-Egos quer durch verschiedene Online-Universen bewegen zu können. Bislang mussten User, die in verschiedenen virtuellen Welten wie Second Life, Entropia oder Gaia gleichzeitig aktiv sind, auch überall einen eigenen Avatar erstellen.

Mit grenzüberschreitenden Avataren könne laut den Partnerunternehmen das Potenzial der virtuellen Welten weitaus besser ausgeschöpft werden als bisher. "Bis dato war es aus Unternehmenssicht durchaus problematisch, dass jegliche Kommunikation und alle durchgeführten Aktionen in Second Life nur über den kommerziellen Betreiber Linden Lab abewickelt wurden", sagt Dirk Husemann vom IBM Forschungslabor Zürich gegenüber pressetext. Es sei daher ein interessantes Vorhaben, mehrere virtuelle Welten miteinander zu vernetzen.

Eines der Hauptziele der Zusammenarbeit ist ein sicheres Transaktionssystem, das den Übergang zwischen den Internetdiensten ermöglicht. Darüber hinaus sollen aber auch Schnittstellen zu bereits bestehenden Web-Applikationen und Datenbanken geschaffen werden, um auch diese in die virtuellen Welten zu integrieren. IBM hat bereits in der Vergangenheit die Führungsrolle in Bezug auf Geschäftsvorgänge in virtuellen Welten übernommen, während Linden Lab sich als führender Entwickler durchsetzte.

Die Kooperation zwischen IBM und Linden Lab wurde im Rahmen einer Konferenz verkündet, auf der sich über 20 Unternehmen, die im Bereich 3D-Welten arbeiten, getroffen hatten. Diskutiert wurde in erster Linie über Standards zur Vernetzung von virtuellen Welten. Vertreten waren neben einigen Start-ups auch die Branchengrößen Cisco, Microsoft und Sony. (pte)