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IBM hat einen Power5-Server in Betrieb

18.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Aussagen von IBMs Server-Chef Bill Zeitler auf der Hausmesse PartnerWorld 2003 hat der Armonker Konzern seit drei Wochen einen Unix-Server mit dem brandneuen "Power5"-Prozessor im Testbetrieb. Bei Geschäftsanwendungen werde der neue Chip viermal so leistungsfähig sein wie der aktuelle "Power4", erklärte Zeitler.

Die Testmaschine verarbeitet bislang nur Programme in Maschinensprache. Das hauseigene kommerzielle Unix AIX und Linux sollen im Laufe der nächsten 30 Tage laufen. Für Endkunden soll der Power5, der mit zwei Cores ausgestattet ist, im kommenden Jahr in einem 64-Wege-Server debütieren. Dessen Codename lautete bis dato "Armada", inzwischen wird er als "Squadron" gehandelt. Der Power5-Chip verfügt über die neue Technik "Fastpath", dank derer er viele bislang von Software übernommene Aufgaben (Netz, virtueller Speicher, Messaging mit anderen Rechnern) erledigen soll. Auch in puncto Fehlererkennung und -korrektur soll er seinem Vorgänger deutlich überlegen sein. Ferner wird er mehr logische Partitionen verwalten können und außerdem nicht nur in absoluten Highend, sondern auch kleinerene Maschinen zum Einsatz kommen.

Das US-Militär hat bereits einen Power5-basierenden Supercomputer für sein Lawrence Livermore National Laboratory geordert (Computerwoche online berichtete). "ASCI Purple" soll 12.544 Prozessoren beherbergen und zur Simulation von Nuklearwaffen dienen. (tc)