IBM harmonisiert Notes mit SAP-Backend

12.05.2006

Anwender von IBMs Groupware-Produkten könnten Harmonys Notes-Zugriff auf SAP kostenlos nutzen, kündigte Bowden an. Dagegen würde Duet 125 Dollar pro User kosten, spekuliert der IBM-Manager. SAP und Microsoft haben bislang allerdings keine Preise für Duet bekannt gegeben. "Workplace for SAP" werde zwischen 149 und 399 Dollar pro User kosten, hieß es weiter. Der Notes- und Workplace-Zugriff auf SAP soll ab Ende Mai verfügbar sein.

IBM werde sich mit Harmony nicht allein auf die Integration mit SAP beschränken, kündigte Bowden an. Vielmehr habe das Projekt zum Ziel, die Frontend-Applikationen IBMs mit einer reihe verschiedener Business-Anwendungen im Backend enger zu koppeln. Wegen SAPs Marktdominanz habe IBM zunächst die Integration mit den Produkten des deutschen Softwarehauses vorangetrieben. Welchen Hersteller die IBM-Verantwortlichen mit dem Harmony-Projekt als nächstes angehen, wollte Bowden nicht verraten. Experten gehen indes davon aus, dass es sich trotz der Konkurrenz im Datenbank- und Middleware-Sektor um Oracle handeln werde. Der US-amerikanische Datenbankanbieter hatte in den zurückliegenden eineinhalb Jahren sein Applikationsgeschäft durch zahlreiche Übernahmen stark ausgeweitet (siehe auch: Oracle sucht neuen Kurs).Insgesamt investierte Oracle-Chef Lawrence Ellison fast 20 Milliarden Dollar in den Kauf von Peoplesoft, Retek, Siebel und zahlreiche weitere Softwareanbieter.

Zudem scheinen sich die Fronten zwischen IBM und Oracle allmählich zu entspannen. Ende April hatten die Oracle-verantwortlichen bekannt gegeben, die eigene Fusion-Middleware werde künftig auch IBM-Datenbanken unterstützen (siehe auch: Oracle will Fusion offenbar für IBM-Datenbanken öffnen). Außerdem vermarktet IBM die zu Oracle gehörenden J.D.-Edwards-Lösungen. Beide Seiten hatten unlängst entsprechende Abkommen besiegelt. (ba)

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