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IBM gibt jungen TK- und Linux-Firmen Starthilfe

05.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die drei Venture-Capital-Gesellschaften 3i, Mayfield Fund sowie Worldview Technology Partners haben eine Kooperationsvereinbarung mit IBM abgeschlossen. Ziel des Abkommens ist es, Telecom- und Linux-Startups aus den Portfolios der VC-Gesellschaften mit Hilfe von Big Blue bereits in der Frühphase stärker zu fördern. Durch den Zugang zu IBMs Ressourcen, so der Plan, können die jungen Unternehmen ihre Entwicklungskosten senken, die Produktentwicklung beschleunigen und sich mit dem Markt vertraut machen. "Es geht nicht darum, Firmen an IBM zu verkaufen", erklärte Patrick Sheehan, Managing Director von 3i in Menlo Park, Kalifornien. Aus der Kooperation könnten sich für die Startups jedoch Lizenzvereinbarungen, Aufträge oder

Vertriebsvereinbarungen und möglicherweise die gemeinsame Entwicklung von Plattformen ergeben. "Aufgrund des harten Wettbewerbs ist es heutzutage schwer, nachhaltig erfolgreiche Unternehmen aufzubauen", fügte Kevin Fong, Managing Partner bei Mayfield hinzu. Daher sei es Startups bereits in der Anfangsphase wichtig, so schnell wie möglich einen weltweiten Kundenstamm zu generieren.

Der Vorteil für Big Blue: Der Konzern hat sich bereits vor einigen Jahren weitgehend aus dem riskanten - wenn auch oft einträglichen - VC-Geschäft zurückgezogen. Durch die Kooperation mit den Risikokapitalgebern erhält der Konzern nun eine Reihe von erfolgsversprechenden Startups quasi auf dem Tablett präsentiert. (mb)