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IBM gibt beim Stammdaten-Management Gas

15.11.2005
Der Konzern legt Software auf, mit der Firmen Kunden-, Lieferanten- und Produktdaten integrieren und konsolidieren können.

Big Blues Produkt "Websphere Customer Center" dient dazu, Kundendaten zu integrieren, um so eine einheitliche Sicht auf Informationen zu einem Klienten zu gewinnen. Die Lösung basiert auf Technik der im August geschluckten Firma DWL (siehe IBM will DWL übernehmen).

Bereits auf dem Markt ist "Product Center", mit der zum Beispiel Handelskonzerne Produktinformationen in den Griff bekommen können. Nun bringt IBM die Version 6.0, die besser mit Web-Portalen integriert sein soll. Product Center basiert in erster Linie auf Entwicklungen des gekauften Unternehmens Trigo (siehe IBM übernimmt Middleware-Spezialisten Trigo).

Für nächstes Frühjahr hat der Hersteller ein drittes System für das Stammdaten-Management angekündigt. Die auf Produkten des übernommenen Datenintegrationsspezialisten Ascential aufsetzende Middleware soll unterschiedliche Daten über Kunden, Produkte und Lieferanten verarbeiten können (siehe IBM kauft Ascential).

Neben IBM sind auch SAP ("Netweaver Master Data Management"), Tibco Software, Hyperion und Oracle ("Data Hub") in das Geschäft für die Verwaltung von Stammdaten eingestiegen. Tibco hatte seine Ambitionen durch den Kauf der Firma Velosel Corporation im Oktober bekräftigt.

Anwender benötigen Tools zum Harmonisieren von Stammdaten vor allem dann, wenn sie desperate Systeme miteinander koppeln, um anwendungsübergreifende Geschäftsprozesse aufzulegen. Auch für RFID-Szenarien und das Lieferketten-Management werden solche Lösungen benötigt.

Hatten Unternehmen bisher vor allem Datenstämme über Punkt-zu-Punkt-Verknüpfungen in Zusammenhang gebracht, gehen sie nun dazu über, Informationsintegration plattformübergreifend über spezielle Middleware-Produkte zu realisieren (siehe auch "Störfaktor Stammdaten"). (fn)