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IBM gewinnt neue Outsourcing-Kunden

26.06.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Neben drei Krankenhäusern in New York will auch der schwedische Postdienstleister Posten den Betrieb seiner IT-Infrastruktur an IBM auslagern. Die Outsourcing-Verträge werden den Armonkern über 600 Millionen Dollar einbringen. Die IT-Aktivitäten des Mount Sinai Hospital, des New York University Medical Center sowie des New York University Downtown Hospital will IBM in einem zentralen Rechenzentrum in New York zusammenfassen. Um einen ausfallsicheren Betrieb der Applikationen zu gewährleisten, entsteht rund 160 Kilometer außerhalb der Metropole am Hudson River ein weiteres Rechenzentrum, auf dem alle anfallenden Daten gespiegelt werden sollen. Damit sei der Outsourcer in der Lage,

einen ausfallsicheren Betrieb der Krankenhaus IT zu garantieren, erläutert David Leiderbach, Vice President für den Bereich Health Care Industry Business bei IBM. Der Deal, über dessen zeitlichen Rahmen bislang nichts bekannt ist, hat ein Volumen von etwa 380 Millionen Dollar.

Für Mats Engstrand, CIO des schwedischen Postdienstleisters Posten, stand der Kostenaspekt bei seinen Outsourcing-Plänen im Vordergrund. Über das Angebot von IBM ließen sich fixe Ausgaben in variable Kosten umwandeln. Die Posten-Verantwortlichen bauen vor allem auf das On-Demand-Modell von IBM, mit dessen Hilfe sich der IT-Aufwand effizienter an Spitzenzeiten im Postaufkommen anpassen läßt. Im Rahmen des Outsourcing-Vertrags wird IBM drei Rechenzentren mit rund 600 Servern, die Betreuung der dort laufenden Applikationen sowie Helpdesk-Aufgaben und das gesamte Telefonnetz der Schweden übernehmen. Außerdem sollen rund 180 Mitarbeiter zu IBM wechseln. An dem Outsourcing-Geschäft, das vorerst auf sechs Jahre terminiert ist, verdient IBM etwa 220 Millionen Euro. (ba)