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IBM gewinnt Grid-Kunden

17.12.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM meldet drei Grid-Implementierungen. In Deutschland ansässig ist die Privatbank Sal. Oppenheim. Aus Italien kommt die nationale Agentur für neue Technologien, Energie und Umwelt (Enea). Auch das französische Erdöl-Institut (IFP) hat sich ein Grid-System zugelegt.

Die Banker nutzen die Implementation, um komplexe und rechenintensive Simulationen für die Preis- und Risikoanalyse zu beschleunigen. Aus solchen Berechnungen gewinnt Sal. Oppenheim Informationen für Investment-Entscheidungen.

Die italienische Technikagentur Enea wiederum nutzt das Gridsystem, um Kunden Rechenleistung anbieten zu können und um herauszufinden, ob bestimmte Forschungsprojekte überhaupt machbar sind. Hierzu hat Enea seine elf geografisch verstreuten Forschungszentren in einer quasi virtuellen Einheit zusammengeführt. Die insgesamte IT-Kapazität der italienischen Agentur lässt sich auf diese Weise gezielter einsetzen.

IFP schließlich wollte seine vorhandenen IT-Kapazitäten unterschiedlicher Rechnersysteme ebenfalls ökonomischer nutzen. Dadurch will IFP sich selbst in die Lage versetzen, für seine Kunden bessere Simulationen für Erdölexplorationen und das so genannte Reservoir-Engineering, bei Bohrungen, Förderprozessen sowie bei Motorverbrennungsprozessen anbieten zu können. IFP sagt, mit der Grid-Implementierung habe sich die Hardware-Auslastung der unterschiedlichen Rechner um durchschnittlich 70 Prozent verbessern lassen. (jm)