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IBM erzielt teilweise Einigung im Pensionsstreit

30.09.2004

IBM hat im Streit um die angebliche Benachteiligung von älteren Beschäftigten eine teilweise Einigung erzielt. Wie der US-Konzern bekannt gab, wird er 300 Millionen Dollar in die Betriebspensionskasse nachzahlen. Gleichzeitig habe man sich mit den Klägern darauf geeinigt, dass die weiteren Ansprüche maximal 1,4 Milliarden Dollar betragen werden. Zuvor hatte IBM orakelt, dass mit Kosten von bis zu 6,5 Milliarden Dollar gerechnet werden müsse, sollten die Betriebsrenten für mehr als 130.000 ehemalige und noch bei IBM beschäftigte Mitarbeiter neu kalkuliert werden müssen.

Die Vereinbarung muss allerdings noch von einem Bundesgericht in Illinois abgesegnet werden. Dieses hatte im Juli vergangenen Jahres entschieden, dass IBM die Rechte seiner älteren Mitarbeiter verletzte, als das Unternehmen diesen in den 90er Jahren mit Einführung eines neuen Berechnungssystems die Beiträge für die Betriebspensionskasse kürzte (Computerwoche.de berichtete). Als Konsequenz, so legte der zuständige Bezirksrichter G. Patrick Murphy im Februar fest, müsse der Konzern die Leistungen neu kalkulieren und aufstocken. IBM legte Berufung gegen das Urteil ein.

Durch die erzielte Einigung werde der Nettogewinn im laufenden dritten Quartal mit 320 Millionen Dollar oder 13 Cent pro Aktie belastet, teilte das in Armonk, New York, ansässige Unternehmen mit. Auf das operative Ergebnis werde sich der Vergleich aber nicht auswirken, da die Zahlung vollständig aus Überschüssen des Rentenfonds erfolgen soll. (mb)