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IBM erweitert DB2 zur Management-Plattform

22.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM will seine Datenbank DB2 zur umfassenden Management-Plattform für heterogene Daten ausbauen. Das erklärten Entwickler des Konzerns im kalifornischen Silicon Valley Laboratory. Im Gegensatz zu monolithischen Architekturen von Konkurrenten wie Microsoft oder Oracle verfolge IBM einen "föderativen" Ansatz, der auch die Einbindung von Daten aus lokal entfernten Quellen zulasse. In diesem Zusammenhang verfolgt Big Blue unter anderem das Projekt "Masala". Damit sollen etwa DB2-Nutzer in die Lage versetzt werden, Informationen aus einer Vielzahl verteilter Daten-Pools zu extrahieren. Dabei könne es sich auch um E-Mails oder eingescannte Briefe handeln. Erste Technologien aus dem Masala-Projekt sollen Ende des Jahres in den Betatest gehen und ab 2004 in Softwareprodukte des Hersteller integriert werden. Ähnlich wie Oracle bereitet auch IBM seine Datenbank für den Einsatz in verteilten Grid-Netzen vor. Darüber hinaus arbeiten die Forscher an weiteren Verbesserungen, die die Konfiguration und Verwaltung des Datenbank-Servers automatisieren und vereinfachen sollen. Im IBM-Fachjorgan fallen solche Funktionen unter die Begriffe Autonomic Computing oder Self-Managing Systems. (wh)