Für Kunden aus EMEA

IBM eröffnet SmartCloud-Rechenzentrum in Ehningen

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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IBM hat ein neues Cloud-Service-Rechenzentrum in Deutschland für Kunden aus der Region EMEA (Europa, Nahost und Afrika) eröffnet.
Firmenschild vor der IBM-Deutschlandzentrale in Ehningen bei Stuttgart
Firmenschild vor der IBM-Deutschlandzentrale in Ehningen bei Stuttgart
Foto: Thomas Cloer

Aus dem neuen Data Center liefert IBM einer Mitteilung zufolge Social-Business-Funktionen wie Online-Konferenzen, Email und andere Dienste wie das gemeinsame Bearbeiten von Dokumenten im Browser sowie voll integrierte Partnerlösungen aus der Cloud. Kunden sollen so mit besonders wenig Aufwand eine Transformation zu einem Social Business vorantreiben können. Das Firmennetz lässt sich dabei nach Angaben von "Big Blue" unter Einhaltung sämtlicher Datenschutzvorgaben aus Deutschland und der EU auf externe Partner und Kunden erweitern. Cloud-Kunden können die Services al gusto über ein Public- oder Private-Cloud-Modell oder auch als hybriden Mix beziehen.

Die Marktforscher von Forrester Research gehen davon aus, dass Unternehmen ihre Ausgaben für Social-Collaboration-Software bis zum Jahr 2016 auf 6,4 Milliarden US-Dollar erhöhen werden - und von diesem Kuchen möchte sich IBM ein möglichst großes Stück sichern. Auf der europäischen Kundenliste stehen bereits Firmen wie Arnold Clark, Codorniu, Shanks, Centrax TCL und Development Alternatives Inc. (DAI). "Mit unserem neuen europäischen SmartCloud-Rechenzentrum stellen wir unseren Kunden eine sichere Cloud-Umgebung mit deutschem und EU-Datenschutz für ihre Social Business-Transformation zur Verfügung und bauen so unsere Spitzenposition in diesem Markt weiter aus", kommentiert Alistair Rennie, General Manager, Social Business bei IBM.

Vertragsprozedere noch zu aufwendig

Systemhauspartner und ISVs halten das SmartCloud-Angebot hinsichtlich der Provisionsregelungen und der Produkte für sehr attraktiv. Das Vertragsprozedere allerdings ist derzeit noch so aufwändig, dass das Modell bislang nicht zum Fliegen kam. Will ein Partner einen SmartCloud-Service anbieten, muss er zunächst die vom Endkunden gewünschten Dienste in ein Papierformular eintragen. Dieses Formular sendet er an seinen Distributor. Der Distributor trägt die Anforderungen in das IBM Registry Portal ein. Daraus entsteht ein etwa 30-seitiger Vertrag – ein Vorgang, der Wochen dauern kann. Dieser Vertrag läuft anschließend wieder die gesamte Vertriebskette über den Distributor zum Reseller zurück.

Am Ende legt der Reseller das 30-seitige Vertragswerk in Papierform an wieder zu seinem Kunden zur Unterzeichnung vor. Dieses Prozedere ist auch dann erforderlich, wenn Auftrag nur einen vergleichsweise kleinen Service umfasst. Informationen unserer Schwesterpublikation "ChannelPartner" zufolge arbeitet IBM daran, diesen Prozess zu verschlanken und zu automatisieren.