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IBM entwickelt Software zum Web-Service-Management

26.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der IT-Anbieter IBM will seine bestehenden Produkte dazu verwenden, um Web-Services zu überwachen, deren Nutzung zu erfassen und Leistungen abzurechnen. Im Rahmen des Projekts Allegro soll mithilfe der System-Management-Lösung Tivoli und der Connectivity-Suite Websphere eine Infrastruktur für das Hosting von Web-Services entstehen.

Die neue Anwendungung wird es Anbieter ermöglichen, Services online zu vermarkten und später in Rechnung zu stellen. Anwender würden hierzu elektronische Verträge für einen bestimmten Zeitraum oder eine bestimmte Menge an Transaktionen abschließen.

Allegro wird weiterhin die Qualität der Dienste überwachen wie Transaktionszeiten oder Verfügbarkeit. Dabei sind auch kompliziertere Szenarien geplant, die eine Berechnung von Dienstleistungen nach der zur Verfügung stehenden Qualität erlauben. "Zum Beispiel könnte für jede Transaktion, die länger als 15 Sekunden dauert, ein Rabatt eingeräumt werden", beschreibt Bob Sutor, Director of E-Business-Strategy bei IBM, mögliche Szenarien.

Allegro wird auf Standard-Technologien aufsetzen, wie XML und SOAP. Es soll die Verwaltung von verschiedenen Web-Service-Anwendungen im Internet erlauben, unabhängig davon, auf welchen Servern sie laufen und wo sie installiert sind. Auch Remote-Funktionen sind geplant.

Die Ausliefering des Programms an erste Testkunden ist noch für dieses Jahr geplant. Die allgemeine Verfügbarkeit steht für Anfang kommenden Jahres auf der Agenda.