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IBM Deutschland ordnet Führungsspitze neu

30.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM Deutschland ordnet nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" ihre Führungsspitze neu und will Service-Aufgaben nach China verlagern. An diesem Freitag sollen sich in Stuttgart dem Aufsichtsrat die Nachfolger der drei Topmanager vorstellen, die Ende Juni aus der Geschäftsführung ausgeschieden sind, schreibt das Magazin unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise. Im Zuge des Konzernumbaus habe Deutschlandchef Johann Weihen derzeit die Tochtergesellschaft IBM Business Services im Visier.

Nach jüngsten Plänen soll der Bereich für interne Computerdienstleistungen einen Großteil seiner Aufgaben vom südchinesischen Shenzhen aus erledigen. Von der Verlagerung sollen in Deutschland zunächst 140 Mitarbeiter betroffen sein, die bereits Auflösungsverträge erhalten hätten. Ein Teil der Dienstleistungsmannschaft für externe Kunden soll dem Bericht zufolge an das IT-Systemhaus Bechtle übergeben werden. Die rund 150 betroffenen IBM-Mitarbeiter wolle Bechtle übernehmen. Zudem sollen im Bereich Global Services weltweit zehn der mehr als 200 Rechenzentren geschlossen werden, darunter sieben in Europa.

Neuer Personalchef soll Christoph Grandpierre werden, der zuvor in der Europazentrale in Paris tätig war. Für Beratungschef Martin Jetter und Finanzchef Rügen Leicht, die ähnliche Funktionen in der Nordosteuropazentrale von IBM übernehmen, sollen Matthias Hartmann und Christian Diedrich kommen. Hartmann verantwortet derzeit als Vizepräsident den Bereich Unternehmensstrategie in der Konzernzentrale in Armonk (USA). Diedrich verwaltet in Paris die Finanzen der Dienstleistungssparte IBM Global Services. (dpa/tc)