4000 Berater

IBM bündelt Consulting für Business Intelligence

Sascha Alexander ist Manager Marketing & Kommunikation bei der QUNIS GmbH, Neubeuern, die auf Beratung und Projekte in der Business Intelligence, Big Data und Advanced Analytics spezialisiert ist. Zuvor war der Autor als Director Communications bei den Marktforschungs- und Beratungsunternehmen BARC und PAC tätig. Als ehemaliger Redakteur der COMPUTERWOCHE sowie Gründer und Chefredakteur des Portals und Magazins für Finanzvorstände CFOWORLD verbindet ihn zudem eine lange gemeinsame Zeit mit IDG.
Seine Themenschwerpunkte sind: Business Intelligence, Data Warehousing, Datenmanagement, Big Data, Advanced Analytics und BI Organisation.
Die neue Beratungseinheit Business Analytics and Optimization (BAO) soll sich effizienter um die Verwalltung, Analyse und Optimierung von Geschäftsdaten kümmern.

Der jetzt gegründeten Consulting-Einheit BAO sind weltweit über 4000 Berater zugeordnet. Zu ihren Aufgabefeldern gehören Produkte und Services für Information-Management. Diese umfassen neben dem bisherigen Portfolio für Data Warehousing und Business Intelligence auch Lösungen und Dienste rund um die Rules-Engine und Optimierungstechnik des von IBM gekauften Anbieters iLog.

Mit der neuen Organisationsstruktur, die neben den Beratern auch über 200 Mathematiker und Analyseexperten aus IBM-Laboren umfasst, will der Hersteller Unternehmen künftig effizienter und konsistenter bei ihren Entscheidungen und Plänen im Information Management unterstützen als bisher. Hierzu zählt auch die Schaffung einer Information Agenda, die der Hersteller im letzten Jahr beworben hatte.

Global 2000 Konzerne im Visier

Gegenüber der Anwenderorganisation TDWI erklärte IBM-Manager Steve Lavalle, der für die weltweite BAO-Strategie verantwortlich zeichnet, dass heute zwar die meisten Global-2000-Unternehmen irgendwo Produkte und Best Practices für BI und Data Warehousing besäßen, diese jedoch nicht systematisch und in einem Top-Down-Ansatz nutzten.

Bestätigt sieht sich der Hersteller durch eine Umfrage des eigenen IBM Institute for Business Value. Dieses hatte kürzlich eklatante Informationsdefizite in den Führungsetagen von Unternehmen aufgedeckt. Danach beklagte jeder zweite Entscheidungsträger keinen Zugang zu Informationen zu haben, die er für seine tägliche Arbeit brauche. Acht von zehn Managern räumten ein, wichtige Entscheidungen auf der Grundlage nur sehr unzureichender oder gänzlich fehlender Informationen zu treffen. Genau solche Misstände soll BAO beseitigen helfen.

Zugleich betonte der Lavalle, dass man bei IBM Global Services trotz des eigenen Angebots für Information Management Kunden weiterhin produktneutral betreuen wolle. IBM ist indes nicht der einzige Anbieter, der sein Beratungsgeschäft für den lukrativen BI-Markt in der letzten Zeit neu sortiert hat. Auch Konkurrent Hewlett-Packard hatte vor einigen Wochen die Schaffung einer eigenen BI-Organisation bekannt gegeben.