Ab Mitte Dezember

IBM bringt Mainframe und Windows zusammen

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IBM "zEnterprise-196"-Mainframe-Anwender können ab dem 16. Dezember 2011 Windows-Anwendungen auf ihren Großrechnern integrieren. Mit weniger Insellösungen sollen sie so Komplexität und Kosten verringern können.

Kunden mit Multi-Tier-Anwendungen - beispielsweise Windows-Lösungen, die auf Großrechnerdaten zugreifen - sollen diese mit der neuen hybriden Lösung auf einem System konsolidieren können. Dazu wird eine "zEnterprise BladeCenter-Extension" (zBX) mit einem z196-Großrechner verbunden. Bei der Anwendung sind nach Angaben der IBM keine Veränderungen nötig; Integration und Verwaltung der x86-Blades übernimmt der "zEnterprise Unified Resource Manager".

Den Unified Resource Manager sowie weitere Komponenten zur Integration von Power- und x86-Blades mit dem Mainframe entwickelt "Big Blue" maßgeblich unter der Federführung des deutschen Forschungs- und Entwicklungszentrums in Böblingen.

Mit der System-z-Unterstützung für Windows können Kunden laut IBM künftig

  • mehr Arbeitslast auf ihrem Großrechner konsolidieren und damit im Vergleich zu verteilten Plattformen bis zu 70 Prozent TCO einsparen;

  • bei der Suche nach einer passenden Plattform für bestimmte Anwendungen von ERP-Anwendungen über Business-Analytics bis hin zur Transaktionsverarbeitung zwischen mehr Produkten wählen, und

  • ihren Frontend-Windows-Anwendungen erlauben, auf Daten des Großrechners zuzugreifen oder sich mit anderen Anwendungen des Großrechners zu verbinden.

Die Ankündigung sieht der Hersteller als "ein weiteres Beispiel für die Beständigkeit der Großrechner in einem hart umkämpften und dynamischen Servermarkt". Großrechner stellten zwar nur ein Teilsegment in der gesamten Server-Landschaft dar, dennoch seien sie für Banken, Versicherungen, Regierungen, große Einzelhändler und andere Kunden wegen ihrer hohen Sicherheit und Zuverlässigkeit äußerst wertvolle Werkzeuge.