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IBM bringt Linux in die Öl-Industrie

24.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM und der Software-Provider Landmark Graphics beliefern in den kommenden drei Jahren weltweit die Mineralöl-Industrie mit Hardware, Software und Services. Neben Servern und Clustern wollen die Hersteller auch spezielle Desktopsysteme für die Bearbeitung von 3D-Grafiken sowie Mobile-Computing-Produkte anbieten. Zu den Kunden zählen unter anderem BP, Shell, Chevron/Texaco und Exxon.

Die von den Konzernen benötigten Anwendungen wurden bereits auf Linux portiert, so dass die Anwender ohne Probleme auf das Open-Source-System umsteigen können, verspricht Landmark-Chef Andy Lane. In Tests habe sich herausgestellt, dass die Linux-Systeme Produktionsprozesse im Durchschnitt zwei bis fünf mal schneller abarbeiten als die bislang verwendeten Unix-Plattformen. Experten glauben, dass sich durch die heute geschlossenen Verträge Linux als Standard-Plattform in der Öl- und Gasförderung sowie in der Veredelungsproduktion etablieren könnte. Marktkenner rechnen damit, dass die Mineralölkonzerne in den kommenden Jahren rund zwei Milliarden Dollar jährlich in den Ausbau ihrer IT investieren werden. (lex)