NeXtScale

IBM bringt HPC-Konzepte ins Business

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IBM hat beim IDF gemeinsam mit Intel ein neues hochdichtes Server-System angekündigt, das mehr als 2000 Rechenkerne in einem Standard-Rack unterbringt.

Das "NeXtScale"-System empfiehlt "Big Blue" für die derzeit am schnellsten wachsenden Workloads wie Analytics, Cloud Delivery, Social Media oder Technical Computing. Es basiert auf den aktuell leistungsfähigsten Intel-Xeon-Prozessoren (E5 Ivy Bridge mit Strukturbreiten von 22 Nanometer) und soll Supercomputer-Leistung für jedes Rechenzentrum ermöglichen. Dabei soll eine einfache, flexibile und offene Architektur vielfältige Möglichkeiten für Rechenleistung, Speicher, Grafikbeschleunigung sowie Koprozessoren bieten. Unterm Strich soll dabei maximale Leistung auf kleinstem Raum herauskommen, und das auch noch mit hoher Energieeffizienz.

NeXtScale packt bis zu 84 x86-basierende Systeme mit dann 2016 Rechenkernen in einen EIA-19-Zoll-Schrank. I/O-Karten und Top-of-Rack-Switches entsprechen dem Industriestandard. IBM liefert ein Softwarepaket mit, das unter anderem das General Parallel File System, den GPFS Storage Server, xCAT sowie Platform Computing für Funktionen wie Scheduling, Management und Optimierung enthält. Daneben gibt es Solution Starter Kits für unter anderem Ansys, MPI-BLAST oder OpenStack. Mit "SmartCloud Entry" bietet IBM zusätzlich ein Software-Produkt, mit dem sich über alle Plattformen und Produktlinien eine Private Cloud auch mit heterogenen Hypervisoren in einem System schnell und kostengünstig realisieren lassen soll.

NeXtScale arbeitet mit Intels schnellsten Server-CPUs und auf 1866 Megahertz getaktetem Hauptspeicher. Das System ist auch für den Betrieb in wärmeren Rechenzentren (bis 40 Grad Celsius) zertifiziert, was den Kühlungsaufwand und damit die Kosten für den Energiebedarf signifkant verringert. Kaufen kann man das System als Single Node, leeres oder konfiguriertes Chassis, oder gleich rackweise als komplette und vorab getestete "Intelligent-Cluster"-Lösung. Business-Partner und VARs sollen von der Möglichkeit profitieren, NeXtScale-"Building-Blocks" vom Distributor zu beziehen und sich mit Value-Add-Komponenten, Services und Support zusätzlichen Umsatz zu erschließen.

Das neue Storage-System x3650 M4 HD eignet sich laut IBM ideal für Anwendungen wie Big Data und geschäftskritische Workloads.
Das neue Storage-System x3650 M4 HD eignet sich laut IBM ideal für Anwendungen wie Big Data und geschäftskritische Workloads.
Foto: IBM

Als weitere Neuerung präsentierte IBM noch die Storage-Maschine "x3650 M4 HD" mit erstmals 12-Gigabyte-RAID und 60 Prozent höherer Spindelzahl für höhere Speicherdichte und I/O-Leistung. Mit NeXtScale und x3650 M4 HD werde ein Refresh des gesamten System-x-Portfolios von Dual-Socket-Servern (Rack, Tower, Flex System, iDataPlex, BladeCenter) mit Xeon E5-2600 v2 eingeläutet. Die neue Generation von Intels Server-Prozessoren biete gegenüber der vorherigen Leistungszuwächse von bis zu 45 Prozent.