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IBM bohrt RS/6000 SP2 auf

24.07.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM stellt heute eine leistungsfähigere Version des massivparallelen Unix-Rechners "RS/6000 SP2" vor. Es handelt sich dabei um die kommerzielle Ausführung des Supercomputers "Asci White", den Big Blue unlängst an das Lawrence-Livermore-Labor geliefert hatte (Computerwoche.de berichtete). Die Nodes des neuen Systems sind mit bis zu 16 auf 375 Megahertz getakteten "Power3-II"-CPUs bestückt, die inzwischen mit Kupferleiterbahnen gefertigt werden. Sie können maximal 64 GB Hauptspeicher aufnehmen. Die bisherigen Knoten hatten höchstens acht Prozessoren und 16 GB Speicher. Damit diese Leistung richtig ausgereizt wird, gibt es auch neue Verbindungsmodule vom Typ "SP Switch2", die eine Datenübertragungsrate von 500 statt bisher 150 MB/s gestatten, sich aber nicht zusammen mit älteren

Switches in einem System betreiben lassen. Last, but not least verfügt die neue SP2 über ein Management-Feature namens "CPU Gard". Dieses schaltet eventuell defekte Prozessoren ab und hält diese auch nach einem Neustart offline, um Datenverluste oder den Ausfall eines Nodes zu verhindern. Die Neuheiten sind ab Ende August erhältlich; ein Einstiegssystem mit vier CPUs ist für rund 190 000 Dollar zu haben.