IT-Servicemarkt 2008

IBM bleibt die Nummer eins

Sabine Prehl ist freie Journalistin und lebt in München.
Das Geschäft mit IT-Dienstleistungen ist 2008 um acht Prozent gewachsen. Nur die Bereiche IT-Management und Prozess-Management stagnierten.

Den Marktforschern von Gartner zufolge ist der weltweite Umsatz mit IT-Services im vergangenen Jahr um 8,2 Prozent auf 806 Milliarden Dollar gestiegen. Zunächst herrschte für die IT-Dienstleister sechs bis acht Monate "Business as Usual". In den letzten vier Monaten des Jahres bekamen sie dann den Beginn des weltweiten wirtschaftlichen Abschwungs mit Kosteneinschränkungen und Kürzungen zu spüren, sagt Kathryn Hale, Research Vice President bei Gartner. Zwei Marktbereiche sind allerdings nicht gewachsen: IT-Management und Prozess-Management. Die Expertin ist davon überrascht, "weil in wirtschaftlich schweren Zeiten potenzielle Einsparungen durch Outsourcing dieses Segment für gewöhnlich fördern." Offenbar wollten sich die Unternehmen aber nicht langfristig an Outsourcing-Verträge binden, folgert Hale.

Foto: Gartner

Unangefochtene Nummer eins ist in allen Segmenten IBM mit einem Marktanteil von 7,3 Prozent. HP konnte sich durch die Übernahme von EDS auf den zweiten Platz aufschwingen (Marktanteil: 4,8 Prozent). Am stärksten gewachsen (15,1 Prozent) ist 2008 die Nummer drei im Markt, Accenture (Marktanteil: 2,9 Prozent). Auf den Rängen vier und fünf folgen Fujitsu (2,5 Prozent) und CSC (2,1 Prozent).

Den wachstumsverwöhnten indischen Anbietern machte die Krise besonders zu schaffen. 2007 waren sie um 39,8 Prozent gewachsen, 2008 legten sie nur noch um 12, 9 Prozent zu. Dies war laut Gartner zu erwarten, da die Inder viele Kunden aus dem Finanzsektor bedienen. Zudem liegt ihr Fokus auf der Offshore- Anwendungsentwicklung, einem Bereich, in dem sich Projekte relativ leicht verschieben lassen. (sp)