Wichtige Player fehlen

IBM bildet Industrie-Allianz für Cloud Computing

31.03.2009
IBM, Cisco und mehr als zwanzig weitere Partner wollen das sogenannte Cloud Computing für Kunden attraktiver und flexibler gestalten.
Bei der IBM-Initiative fehlen wichtige Cloud- und SaaS-Anbieter.
Bei der IBM-Initiative fehlen wichtige Cloud- und SaaS-Anbieter.

Software-Anwendungen sollen künftig auf der Infrastruktur jedes Anbieters genutzt werden können. In einer Allianz wollen die Unternehmen dafür entsprechende Standards entwickeln, wie sie in einem im Internet veröffentlichten "Manifest" ankündigten. Das Cloud Computing gilt in der Branche als stark wachsendes Marktsegment. Dabei werden Datenbestände oder Geschäftsprozesse über Dienstleister ins Internet ausgelagert. Die Unternehmen ersparen sich damit, eigene Server und IT-Infrastruktur vorzuhalten und ständig an die eigenen Anforderungen anzupassen.

Hauptinitiator der Allianz und des gemeinsamen "Open Cloud Manifesto" ist IBM. Unter anderem wollen die Partner sicherstellen, dass zum Beispiel die Verwaltung, die Überwachung und die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der ausgelagerten Daten auch für die Kunden transparent ablaufen.

Zur Entwicklung offener Standards haben sich unter anderem auch Sun Microsystems, derzeit möglicher Übernahmekandidat von IBM, sowie Cisco, Novell, SAP und der Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) verständigt. Nicht zu den Partnern zählen allerdings einige große Namen wie Google, Amazon.com, Salesforce.com und Microsoft. Nach Schätzungen von Gartner dürfte trotz zurückgehender IT-Ausgaben der Markt für Cloud Computing in diesem Jahr um 21 Prozent auf 56,3 Milliarden Dollar weltweit zulegen. (dpa/tc)