Storage Service für Unternehmen

IBM bietet Object-Storage aus der Cloud

Bernhard Haluschak ist als Redakteur bei der IDG Business Media GmbH tätig. Der Dipl. Ing. FH der Elektrotechnik / Informationsverarbeitung blickt auf langjährige Erfahrungen im Server-, Storage- und Netzwerk-Umfeld und im Bereich neuer Technologien zurück. Vor seiner Fachredakteurslaufbahn arbeitete er in Entwicklungslabors, in der Qualitätssicherung sowie als Laboringenieur in namhaften Unternehmen.
IBM hat auf der InterConnect in Las Vegas neue Storage Services vorgestellt. Das Object Storage-Angebot ermöglicht Unternehmen große Datenmengen entweder on-premise, in der IBM Cloud, oder in einer hybriden Umgebung zu speichern. Der neue IBM Cloud Object Storage soll ab Q2 2016 in drei Versionen verfügbar sein.

Die neuen Cloud-Storage-as-a-Service-Lösungen basieren auf der IBM Cloud und der Technologie von der kürzlich übernommenen Object-Storage-Firma Cleversafe. Der Storage-Spezialist verwendet spezielle Algorithmen, um verschlüsselte Daten redundant auf mehreren Systemen, die auch geogarfisch voneinander getrennt sein können, zu verteilen. Der Vorteil dieser Technologie im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren ist eine höhere Datensicherheit, geringerer Storage-Bedarf und die Skalierbarkeit. Laut den Entwicklern kommt die Objektspeicher-Technologie besonders gut mit datenintensiven Anwendungen zurecht, da sie eine Skalierfähigkeit bis in den Exabyte-Bereich besitzt.

IBM beabsichtigt, den neuen IBM Cloud-Object-Storage-Services in drei Varianten zur Verfügung zu stellen: Die Nearline-Version soll sich besonders für Anwendungen wie Archivierung oder Backups sowie selten genutzten Daten eignen, da sie in einer kostengünstigen IBM-Cloud-Infrastruktur bereitgestellt wird.

Whitepaper: Die Kosten von Datenverlusten

Die weltweit durchgeführte Ponemon-Studie "Cost of a Data Breach 2016" zeigt: Datenpannen verursachen immer höhere Ausgaben für Unternehmen. So wuchsen die Kosten, die ein Unternehmen nach jedem gestohlenen oder verlorenen Datensatz tragen muss, von 154 Dollar im Jahr 2015 auf 158 Dollar im Jahr 2016. Und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen. Lesen Sie in diesem Report die detaillierten und aktualisierten Ergebnisse für das Jahr 2016.

Dagegen stellt der Standard-Object-Storage ein Public-Cloud-Angebot zur Verfügung, dass die Cleversafe-Technologie mit neuen S3 API-Schnittstellen nutzt. Dieser Service adressiert besonders datenintensive Anwendungen, die die S3-Objekt-Storage-APIs nutzen.

Die Dedicated-Version beinhaltet ein Single-Tenant IBM Object-Storage-System, das in einem IBM Cloud-Rechenzentren auf dedizierten Servern läuft. IBM bieten diesen Dienst als Managed-Service oder als selbstverwaltete Cloud-Lösung an.

Der IBM-Object-Storage-Service im Detail.
Der IBM-Object-Storage-Service im Detail.
Foto: IBM

Die von IBM angebotenen Object-Storge-Services sollen in der Lage sein, nahezu alle Storage-Anforderungen eines Unternehmens abdecken zu können. Zudem bieten sie durch die vielfältige Kombinationsmöglichkeit eine hohe Flexibilität. So können etwa On-Premise-Systeme als Standalone-Speicherlösung dienen oder mit IBM Cloud-Object-Storage-Services zum Beispiel in einer Hybrid Cloud kombiniert werden.

Das Anwendungsspektrum der angebotenen Services, die im zweiten Quartal verfügbar sein werden, reichen dabei vom einfachen Cloud Speicher als Backup bis hin zu On-Premise-Deployments oder speziellen Analytics-Anwendungen.