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Lotus Live iNotes

IBM bietet billige Collaboration aus der Cloud

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Festpreise kommen stark in Mode: IBM offeriert seinen Kunden ab sofort eine Mailbox aus der Cloud für drei Dollar pro Monat.

Mit dem On-demand-Angebot "Lotus Live iNotes" zieht IBM mit seinen Konkurrenten Google und Microsoft gleich. Dabei handelt es sich um einen Service aus der Cloud unter anderem für E-Mail, Kalender und Kontakt-Management. Der Preis beginnt in den USA bei drei Dollar pro Anwender und Monat und liegt damit unter den 50 Dollar, die Google für seine Apps Premier Edition pro Jahr verlangt.

IBM zielt mit dem Service auf Unternehmen, die ihre mobilen Arbeitskräfte von einer hausinternen Mail-Lösung auf eine flexible Plattform migrieren wollen. Die technische Basis stammt von der Firma Outblaze, die von IBM übernommen worden war. Die Kombination der Lösung mit der Sicherheit, die durch den Namen IBM suggeriert wird, soll auch kleinere Unternehmen davon überzeugen, in die Wolke zu wechseln. Allerdings räumt auch IBM ein, dass es eine 100-prozentige Sicherheit und Verfügbarkeit nicht geben kann. Erst vor kurzem hatte Google wieder mit einem Ausfall seiner Mail-Systeme zu kämpfen.

Laut Gartner-Analyst Matt Cain ist nicht damit zu rechnen, dass Wettbewerber die Preise ihrer Angebote nach dem IBM-Vorstoß reduzieren werden. Zudem biete Microsoft bereits die Exchange Online-Option "Deskless Worker" an - für zwei Dollar pro Monat.