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IBM baut Supercomputer für General Motors

22.04.2004

Der US-Automobilkonzern General Motors (GM) erweitert seine Rechenkapazitäten durch einen Supercomputer von IBM. Das System basiert auf pSeries-Servern der Baureihe "655" und soll bis zu neun Teraflops (neun Billionen Rechenschritte pro Sekunde) leisten. Damit reiht sich der Rechnerverbund auf Platz 10 in der Top-500-Liste der schnellsten Superrechner ein.

Zunächst wird ein Verbund aus 128 pSeries-Servern mit je acht 1,7-Gigahertz-Prozessoren des Typs "Power4+" und aus 16 Rechnern mit je vier CPUs der gleichen Bauart aufgebaut. Später sollen IBM-Server mit Power5-Chips folgen. Wie viele und wie diese angebunden werden, will GM nicht verraten.

Der Automobilhersteller will den Supercomputer vor allem zur Berechnung virtueller Crashtests nutzen. Die Leistung von neun Teraflops sorge für eine Verkürzung der Auswertung von drei Tagen auf einen Tag. Laut GM können dadurch 85 Prozent aller realen Crashtests eingespart werden. Zurzeit fährt der Hersteller 1200 Autos pro Jahr gegen die Wand - mit einem Kostenaufwand von 500.000 Dollar pro Test. Der Rechner kann diese Tests jedoch nicht komplett ersetzen, da die Gesetzgebungen einzelner Länder die Auswertung realer Unfälle fordern.

Wie viel Geld IBM für den Bau des Superrechners verlangt, ist nicht bekannt. Der Preis für einen pSeries-Server 655 mit acht Power4+-CPUs, einem Gigabyte Hauptspeicher und zwei 36,4-Gigabyte-Festplatten liegt bei 70.000 Dollar. (lex)