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IBM baut hoch verfügbares Handelssystem für die NYSE

14.12.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die New York Stock Exchange (NYSE) oder genauer ihr für IT- und Netzbetrieb zuständiger Partner Securities Industry Automation Corporation (SIAC) baut gemeinsam mit IBM ein neues Order-Management- und Messaging-System namens "Tradeworks", das extrem hoch verfügbar ausgelegt ist, um die täglich rund 1,6 Milliarden gehandelten Aktien abzuwickeln.

IBM liefert im Rahmen des Projekts unter anderem 3000 speziell entwickelte Wireless-Handhelds, mit denen die Broker auf den Trading Floors Orders kaufen und verkaufen können. Ebenfalls speziell für Tradeworks produziert werden Linux-basierende Workstations für Broker, Trader und Bankangestellte, die für hoch auflösende Grafik, geringen Stromverbrauch und redundante Connectivity ausgelegt sind. Als Backend-Komponenten liefert Big Blue seine Infrastruktursoftware "Websphere", seine DB2-Datenbank sowie sein Systems-Management-Framework "Tivoli".

Die Zusammenarbeit zwischen NYSE und IBM beinhalte außerdem das vermutlich ausführlichste Testing, das jemals für eine Java-basierende Anwendungsumgebung durchgeführt worden sei, heißt es in einer Mitteilung. Die Börse, größter Handelsplatz weltweit, ist auf möglichst ununterbrochene Verfügbarkeit angewiesen. An der NYSE sind 2750 Unternehmen mit einer kumulierten Marktkapitalisierung von mehr als 17,8 Billionen Dollar gelistet.

Ein Team von mehr als 50 IBM-Forschern, Software-Designern und weltweiten Branchenexperten habe gemeinsam mit der NYSE an speziellen Techniken, Entwicklungsmethoden und Testprozeduren gearbeitet, um ein Paradebeispiel einer "extremen Verfügbarkeit" zu realisieren, erklärte IBM. Einige der Ergebnisse sollen künftig auch bei anderen, ähnlich gelagerten Kunden eingebracht sowie in Softwareprodukten kommerzialisiert werden. (tc)