Grid-System mit Linux-Computern

IBM baut Forschungsnetz in USA

17.08.2001
MÜNCHEN (CW) - Vier amerikanische Forschungseinrichtungen haben die IBM mit dem Bau eines Grid-Netzes beauftragt. Dabei soll ein Netz aus Rechnern der E-Server-Serie entstehen, die mit Itanium-Prozessoren und dem Betriebssystem Linux bestückt sind.

Das Grid stellt amerikanischen Forschern landesweit Prozessorleistung, Speicherkapazität sowie Anwendungen zur Verfügung. Nach Angaben des Computerherstellers soll mit dem Bau des Systems im dritten Quartal 2002 begonnen werden. Für die Netzverbindungen mit Übertragungsraten von 40 Gbit/s sorgt der US-Carrier Qwest. Laut IBM handelt es sich bei diesem Grid um das leistungsfähigste institutionelle Computernetz der Welt. Es schafft 13,6 Billionen Rechenschritte pro Sekunde (Teraflops). Die Kosten für das System belaufen sich auf 53 Millionen Dollar.

Die vernetzten Computer kommunizieren über ein vom Open-Source-Projekt Globus.org entwickeltes Protokoll, das auch in anderen Grid-Projekten zum Einsatz kommt. So hat beispielsweise das Kernforschungszentrum Cern in Genf das "Data-Grid"-Vorhaben ins Leben gerufen.