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i2 will bis zu 30 Prozent seiner Stellen streichen

11.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der auf SCM-Software (Supply Chain Management) spezialisierte US-Anbieter i2 Technologies will aufgrund sinkender Nachfrage nach seinen Produkten bis zu 30 Prozent seiner zurzeit noch etwa 4600-köpfigen Belegschaft abbauen. Dies berichtet das "Wall Street Journal". Die Zahlen seien bislang noch grob geschätzt. Heute tritt der Vorstand des Unternehmens in Dallas zusammen, um die Maßnahmen zu konkretisieren. Eine detaillierte Entscheidung wird aber nicht vor Dienstag kommender Woche erwartet, wenn i2 seine Quartalsbilanz veröffentlicht.

Der alte und neue CEO (Chief Executive Officer) Sanjiv Sidhu hatte bereits in der vergangenen Woche eine tiefe Restrukturierung angekündigt, mit der die Kosten gesenkt werden sollen. "Wir wollen auf einen Stand zurück, von dem aus wir wieder vernünftig arbeiten können", zitiert das "Journal" einen Insider. Es gebe keinerlei Pläne für eine Fusion oder einen Verkauf von i2. Die Firma hatte ihre aktuellen Quartalseinnahmen in der vergangenen Woche auf 117 bis 120 Millionen Dollar geschätzt, das sind weniger als die Hälfte des Vorquartalsumsatzes (241 Millionen Dollar). Der Vorsteuerverlust soll zwischen 85 und 88 Millionen Dollar betragen. (tc)