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i2 sieht wieder Land

27.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der SCM-Softwareanbieter (Supply Chain Management) i2 Technologies blickt nach Abschluss des ersten Quartals 2005 wieder optimistischer in die Zukunft. "Das erste Quartal stellt in vielerlei Hinsicht einen Übergang für i2 dar", erklärte der neue Firmenchef Michael McGrath in einer Stellungnahme. Nur wenige Wochen nach der Bekanntgabe von Entlassungen (Computerwoche.de berichtete) habe die Company bereits einen Großteil der Kostensenkungen vorgenommen. Damit sei sichergestellt, dass die Betriebskosten im laufenden Dreimonatszeitraum unter 70 Millionen Dollar lägen, so McGrath.

Im abgelaufenen Dreimonatszeitraum hatte das Unternehmen aus Dallas, Texas, bereits seine operativen Kosten gegenüber dem Vorjahr um zwölf Millionen auf rund 84 Millionen Dollar gedrückt. Das Betriebsergebnis verbesserte sich um sechs Millionen Dollar, fiel jedoch mit minus 18 Millionen Dollar erneut deutlich negativ aus. Unter dem Strich verbuchte i2 ein Nettodefizit von 25 Millionen oder 1,36 Dollar je Aktie - fünf Millionen Dollar weniger als im Vorjahresquartal.

Der Umsatz stieg im Vergleich zum ersten Quartal 2004 von 84 Millionen auf 88 Millionen Dollar. i2 profitierte dabei jedoch in erster Linie von einer Einigung mit der Shell-Tochter Global Solutions International BV, die zusammen mit den Texanern eine Branchenlösung für die Ölindustrie entwickelt hatte. Dank der Begleichung ausstehender Zahlungen kletterten die Erlöse im Bereich Development Services von sieben Millionen auf 20 Millionen Dollar. Die Lizenzeinnahmen lagen mit 13 Millionen Dollar leicht über Vorjahresniveau, während Service- und Wartungsumsätze auf 23,8 Millionen beziehungsweise 25,8 Millionen Dollar sanken.

Ihre weitere Strategie wollen die Texaner auf der diesjährigen i2 Planet User Konferenz ausbreiten, die von 10. bis 12. Mai in Phoenix, Arizona, stattfindet. (mb)