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i2 senkt Verlust und Umsatz

21.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Dem US-Softwareanbieter i2 Technologies gelang es im dritten Quartal 2002, den Nettoverlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 5,5 Milliarden auf 199,1 Millionen Dollar zu senken. Damals hatten allerdings hohe Wertberichtigungen das Ergebnis verhagelt. Im vorangegangenen zweiten Quartal hatte der SCM-Spezialist (Supply-Chain-Management) aus Dallas, Texas, ein Defizit von 757,4 Millionen Dollar verbucht. Das operative Minus fiel im Jahresvergleich von 5,6 Milliarden auf 190,2 Millionen Dollar. Gleichzeitig gingen allerdings die Einnahmen von 201 Millionen auf 115 Millionen Dollar zurück. 30,4 Millionen Dollar davon erwirtschaftete i2 mit dem Verkauf von Softwarelizenzen, das sind weniger als der Hälfte der 68 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Im sequenziellen Vergleich verbesserten sich die Texaner dabei aber um vier Millionen Dollar. Die Serviceeinnahmen gingen im Jahresvergleich von 82,1 Millionen auf 43,3

Millionen Dollar zurück. Bei den Wartungserlösen verbuchte i2 einen Rückgang von 50,9 Millionen auf 40,9 Millionen Dollar.

Firmenchef Sanjiv Sidhu zeigte sich mit den Fortschritten im dritten Quartal zufrieden. Seiner Schätzung nach wird i2 dank umfangreicher Restrukturierungsmaßnahmen im laufenden vierten Quartal Betriebskosten in Höhe von 120 bis 125 Millionen Dollar aufweisen. Damit sei das Unternehmen dem operativen Break-even ein deutliches Stück näher gekommen, erklärte er, wenngleich die schleppende Konjunktur eine Umsatzprognose schwierig mache. (mb)