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i2 schrumpft sich ins Plus

22.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Dem US-amerikanische SCM-Softwareanbieter (SCM = Supply Chain Management) i2 Technologies gelang es im dritten Quartal 2003, trotz anhaltenden Umsatzrückgangs wieder einen leichten Nettogewinn zu schreiben: Nach eigenen Angaben erzielte die Softwareschmiede aus Dallas, Texas, in den Monaten Juli, August und September einen Überschuss von sieben Millionen Dollar oder zwei Cent pro Aktie. Das Ergebnis fiel damit zwar deutlich niedriger aus als der Nettoprofit von 34 Millionen Dollar oder sieben Cent je Anteil im Vorjahresquartal. Im vorangegangenen zweiten Quartal 2003 hatte i2 jedoch nur ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht (Computerwoche online berichtete).

i2s Vorstoß in Sachen Profitabilität beruht ausschließlich auf vorangegangene Einsparungen: So schrumpften die Betriebskosten des SCM-Spezialisten auf 104 Millionen (nach 331 Millionen Dollar im Vorjahresquartal).

Der Quartalsumsatz der Texaner ging dagegen im Jahresvergleich um mehr als zwei Drittel von 374 Millionen auf 117 Millionen Dollar zurück. Das sind gleichzeitig fünf Millionen Dollar weniger als im zweiten Quartal 2003. Auch was die Lizenzerlöse anbelangt, hat das i2-Management kaum Grund zur Freude: Diese sanken von 21 Millionen auf 14 Millionen Dollar. Im zweiten Quartal diesen Jahres hatte die Company mit dem Verkauf von Softwarelizenzen noch 17 Millionen Dollar erlöst.

Trotz dieser teilweise sehr ernüchternden Zahlen bemühte sich das Management, die positive Seite der Ergebnisse herauszustellen: Es gebe Hinweise darauf, das der Markt für i2s Produkte und Dienstleistungen anziehe, so Chairman und CEO Sanjiv Sidhu in einer Stellungnahme. Das vierte Quartal könne ein Wendepunkt für die Company sein. (mb)