Software-Patente

i2 geht gerichtlich gegen Oracle vor

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Erst traf es SAP, nun knöpft sich i2 den Wettbewerber Oracle vor: Dem Konzern wird vorgeworfen, gegen elf i2-Patente verstoßen zu haben.

Das texanische Softwareunternehmen i2, ein Relikt der Boomphase um die Jahrtausendwende, hat Oracle beschuldigt, gegen elf Patente verstoßen zu haben. Vor einem Gericht in Texas soll das Verfahren ausgetragen werden. i2 fordert Schadensersatz, Details zu den umkämpften Schutzrechten wurden nicht genannt. Oracle bietet seit den Übernahmen von JD Edwards und Peoplesoft mehrere SCM-Produkte an.

i2 hat Erfahrung in Patentstreitigkeiten. Vergangenes Jahr hat SAP eine Auseinandersetzung mit den Texanern außergerichtlich beigelegt. Die Walldorfer zahlten dafür 83 Millionen Dollar. Ende 2008 war eine geplante Übernahme von i2 durch JDA Software abgeblasen worden. Als offizieller Grund für die Entscheidung wurde die Kreditklemme genannt. Die Strafe für die Auflösung des "Kaufvertrags" spülte noch einmal 20 Millionen Dollar in die Kassenvon i2. So setzte i2 im Jahr 2008 rund 255 Millionen Dollar um und erzielte dabei einen Nettogewinn von 106,7 Millionen Dollar.