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Hynix und ST Micro planen gemeinsame Chipfabrik in China

22.03.2004

Die Chiphersteller Hynix Semiconductor und ST Microelectronics (STM) verhandeln über den Bau einer gemeinsamen Chipfabrik in China. Wie die südkoreanische Tageszeitung "Korea Daily" berichtet, wollen die beiden Konzerne jeweils 500 Millionen in das 1,72 Milliarden Dollar schwere Projekt investieren. Den Rest werde die chinesische Provinzregierung beisteuern.

Hynix hat sich offenbar für den Standort China entschieden, um drohende Sanktionen zu umgehen. Wegen staatlicher Subventionen in Milliardenhöhe verhängten die USA und die Europäische Union hohe Strafzölle gegen den viertgrößten Halbleiterhersteller – diese gelten allerdings nur für in Südkorea gefertigte Chips.

ST Micro wiederum könnte seinen Fokus von NOR-Flash- auf andere Speicherchips ausweiten. Gleichzeitig erhielte das in Genf ansässige, französisch-italienische Unternehmen Zugang zum aufkeimenden chinesischen Chipmarkt. Dieser soll eigenen Schätzungen bis 2008 auf 100 Milliarden Dollar wachsen. (mb)