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Hynix senkt Verluste

31.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Dank niedrigerer Zinsbelastungen gelang es dem südkoreanischen Chiphersteller Hynix Semiconductor, seinen Verlust im Schlussquartal 2002 stark zu senken. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fiel das Nettodefizit von rund einer Milliarde auf 786,5 Millionen Dollar. Auf operativer Basis wies der hochverschuldete Konzern wie im Vorjahresquartal einen Gewinn aus, dieser ging jedoch von 430 Millionen Dollar auf 290 Millionen Dollar zurück Vorjahr. Wegen der stärkeren Nachfrage nach höhermargigen Chips und den gestiegenen Durchschnittspreisen kletterten die Einnahmen allerdings um 48 Prozent auf 623,9 Millionen Dollar.

Im Gesamtjahr 2002 konnte Hynix den Nettoverlust gegenüber 2001 von 3,87 Milliarden auf 1,63 Milliarden Dollar reduzieren. Gleichzeitig gingen jedoch die Einnahmen - primär wegen der gesunkenen Chippreise und der schwachen Nachfrage - um knapp ein Viertel auf 2,29 Milliarden Dollar zurück.

Der weltweit drittgrößte Chiphersteller hatte sich Anfang 2003 mit seinen Gläubigerbanken erneut auf einen Restrukturierungsplan geeinigt. Dabei wurde vereinbart, Kredite mit einem Volumen von umgerechnet rund 1,5 Milliarden Euro in Eigenkapital umzuwandeln, weitere Kreditlinien über zusammen rund drei Milliarden Euro bis zum Jahr 2006 verlängert. Die nächste Hauptversammlung von Hynix soll zudem einen Reverse Stock Split im Verhältnis 21 zu eins absegnen (Computerwoche online berichtete). (mb)