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Hybrid Cloud – die Vorteile von Private und Public Cloud nutzen

Zwei Herzen schlagen in meiner Brust: das des Programmierers und Technikers und das des Vollblut-Journalists und Content-Junky. Seit 30 Jahren schreibe ich Programme, Artikel, Kompendien, Web-Seiten-Inhalte und Social-Media-Schnipsel und habe immer noch Spaß dran. Derzeit befasse ich mich - nicht nur für Dell - intensiv mit den Themen Cloud und Security.
Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für eine optimale Mischung aus Private und Public Cloud, um Anforderungen wie Skalierbarkeit, Flexibilität und Sicherheit gerecht zu werden. Was beim Wechsel in die Hybrid Cloud zu beachten ist und welche Schritte wichtig sind, lesen Sie hier.

Lagert ein Unternehmen seine gesamte IT oder einen Teil davon in die Cloud aus, spricht man von Cloud Computing. Hierbei werden IT-Leistungen über ein Netzwerk wie Inter- oder Intranet genutzt. Solche IT-Leistungen können beispielsweise Nutzer- oder anwendungsspezifische Speicheranforderungen oder die Bereitstellen von Anwendersoftware sein. Ein entscheidender Vorteil dabei ist, dass sich mit dieser Methode der jeweilige Bedarf an Ressourcen exakt abrechnen lässt und die Kosten für Unternehmen überschaubar und transparent sind. Für den Geschäftsalltag bedeutet das zudem, dass Engpässe bei plötzlich auftretendem Mehrbedarf an Ressourcen der Vergangenheit angehören.

Hinter Cloud Computing verbirgt sich ein Rechenzentrum mit intelligentem Management. Unterschieden wird dabei nach folgenden Kriterien:

  • Public Cloud Computing - Hierbei werden die Leistungen der IT über das Internet genutzt. Der Zugriff auf eine Public Cloud ist für jede Person möglich, die einen Internet-Zugang hat. Es erfolgt eine gemeinsame Nutzung der Ressourcen.

  • Private Cloud Computing - Bei dieser Form des Cloud Computing handelt es sich um eine Cloud-Struktur, auf die nur das Unternehmen zugreifen kann, dem die Private Cloud gehört. Dabei kann sich die IT innerhalb des eigenen Unternehmens befinden und ist dann über das firmeninterne Netzwerk (Intranet) erreichbar. Möglich ist aber auch, die Private Cloud extern bei einem Managed Service Provider zu hosten und den sicheren Zugriff darauf beispielsweise über VPN herzustellen.

  • Hybrid Cloud Computing - Hier werden Public- und Private Cloud miteinander so kombiniert, dass für das Unternehmen die jeweiligen Vorteile der Cloud-Strukturen genutzt werden. Vor allem aus Gründen der Sicherheit erfordert diese Technologie ein besonders intelligentes Management.

Foto: Dell

Ein Mix mit Vorteilen

Laut Cloud-Monitor 2015, den Bitkom Research im Auftrag von KPMG erstellt hat, gibt es im Jahr 2014 in den befragten Unternehmen (ab 20 Mitarbeiter) erstmals mehr Interessierte (40 Prozent) als Skeptiker (35 Prozent) für Cloud Computing. Die Umfrage zeigt zudem einen Anstieg der Anzahl der Unternehmen, die Cloud Computing einsetzen von 37 Prozent im Jahr 2012 über 40 Prozent im Jahr 2013 auf 44 Prozent im Jahr 2014. Dennoch scheint die Nutzung einer Public Cloud laut dieser Umfrage derzeit immer noch ein Nischenmarkt zu sein. Nur 16 Prozent der Unternehmen nutzten 2014 eine Public Cloud, wogegen sich 39 Prozent für die Nutzung einer Private Cloud entschieden haben.

Umfrage zu CRM in der Cloud

Fragt man die Nutzer von Cloud Lösungen danach, was sie daran besonders schätzen, stehen bei der Public Cloud vor allem die hohe Flexibilität bei gleichzeitig überschaubaren Kosten an erster Stelle. Die Nutzer einer Private Cloud geben dagegen als vorrangigen Grund für ihre Entscheidung die Sicherheit an. Die Verbindung beider Cloud-Strukturen zu einer Hybrid Cloud mit Anbindung an die unternehmensinterne traditionelle IT-Struktur wäre demnach eine nahezu perfekte Lösung. Diese Mischung erlaubt es den Unternehmen, Kosten zu sparen und ihre IT gleichzeitig flexibel zu gestalten, ohne dabei den Sicherheitsaspekt zu vernachlässigen oder Kompromisse eingehen zu müssen.

Foto: Dell

Zu den weiteren Vorteilen einer Hybrid Cloud gehören neben der Flexibilität vor allem eine hohe und schnell zu realisierende Skalierbarkeit der Ressourcen in der Cloud. Das bedeutet, dass sich Ressourcen innerhalb kürzester Zeit bedarfsgerecht aufstocken lassen. Zugleich steigt damit die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens und im Vergleich zu einer separaten Private oder Public Cloud werden die Kosten reduziert.

Neben den Vorteilen sollen aber auch die Nachteile nicht verschwiegen werden. Die wesentlich höhere Komplexität einer Hybrid Cloud Struktur erfordert gleichzeitig einen höheren Aufwand für das Management. Ist im Unternehmen bereits IT-Personal vorhanden, benötigt es meist entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen. Nur so sind in einer hochkomplexen Hybrid Cloud Umgebung fehlerhafte Konfigurationen und Risiken bei der Datensicherheit zu minimieren oder ganz auszuschließen.

Hybride Datenpfade

Allerdings: Die Vorteile einer hybriden Cloud-Struktur bringen aber auch einen aufwendigeren Verwaltungsaufwand mit sich. So muss beispielsweise genau definiert sein, in welche der genutzten Cloud-Strukturen sich welche Nutzerdaten befinden dürfen. Sollen etwa Nutzerdaten oder Workloads gespeichert oder verschoben werden, ist deren Speicherort von den geforderten Sicherheitskriterien abhängig. Auch der Weg, den die Daten vom Nutzer zur Cloud oder von der Cloud zum Nutzer nehmen, muss berücksichtigt werden und erfordert ein entsprechendes Management. Vor allem bei automatisierten Prozessen kann es leicht passieren, dass im Unternehmen festgelegte Sicherheitsrichtlinien verletzt werden.

Um die Vorzüge einer Hybrid Cloud im Unternehmen zu nutzen, gilt es die zu erwartenden Risiken sämtlicher Prozesse und anfallenden Daten zu analysieren und auszuwerten. Wichtig ist zudem, dabei auch Compliance-Forderungen einfließen zu lassen sowie die entsprechenden SLAs (Service Level Agreements) zu berücksichtigen. Erst dann hat man einen genauen Überblick, welchen Sicherheitslevel die Daten unterliegen und wo sie in der Cloud-Struktur hingehören.

Red Hat CloudForms vereint unter einer einheitlichen Oberfläche alle Funktionen, um eine komplette Hybrid Cloud zu managen.
Red Hat CloudForms vereint unter einer einheitlichen Oberfläche alle Funktionen, um eine komplette Hybrid Cloud zu managen.
Foto: Dell

Damit sind die Vorbereitungen aber noch nicht abgeschlossen. Im nächsten Schritt sind geeignete Lösungen für das Cloud-Management dahingehend zu untersuchen, ob diese den gestellten Anforderungen gerecht werden und beispielsweise die Daten und Workloads innerhalb der gesamten Cloud-Struktur wie gewollt fehlerfrei steuern. Wichtig ist zudem eine einfache und zugleich sichere Benutzerführung. Anwender, die sich im System anmelden, müssen mit einer einmaligen Anmeldung auf alle für sie relevanten Daten Zugriff haben, auch wenn innerhalb der Hybrid Cloud zwischen Public- und Private Cloud gewechselt wird.

Letztendlich steht man dann vor der Wahl eines geeigneten Cloud-Anbieters, dessen Strukturen Hybrid Cloud Systeme unterstützen. Hier hat die wachsende Akzeptanz der Unternehmen für Hybrid Clouds bereits dazu geführt, dass viele Cloud Anbieter ihre Lösungen in Richtung Hybrid Cloud bereits ausgebaut haben oder dieser Lösung aufgeschlossen gegenüber stehen. Meist werden die Cloud Strukturen gemeinsam mit passenden Management-Lösungen inklusive Beratung und Schulung der IT-Mitarbeiter bereitgestellt. Als Beispiele sind hierfür VMware, Microsoft und Citrix zu nennen.

Stehen Sie noch vor der Wahl, welche Cloud-Variante für Sie die richtige ist? Dann nehmen Sie Kontakt auf.

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