Neues Kernbanksystem

HVB hat umgestellt - EuroSIG läuft

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Auch die deutsche HypoVereinsbank (HVB) ist jetzt an das Kernbanksystem der Konzernmutter Unicredit angeschlossen. In den kommenden beiden Nächten folgt der Härtetest.
Foto: HVB

Wie die HVB mitteilt, haben an diese Wochenende rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den verschiedensten Unternehmenseinheiten die Einführung von EuroSIG ermöglicht. Hinter diesem Kürzel verbirgt sich das neue Kernbanksystem, mit dem die HVB-Mutter ihre europäische IT-Landschaft vereinheitlichen will. Die Einführung war bereits mehrfach - zum Teil in letzter Minute - verschoben worden. Aber jetzt wurde sie offenbar erfolgreich abgeschlossen.

"Alle hier notwendigen Arbeiten konnten erfolgreich durchgeführt werden", so die Formulierung der Bank. Sowohl die Überführung der Daten aus den bisherigen Systemen in die EuroSIG-Welt als auch die bundesweiten Anlauf- und Funktionstest in 900 Filialen beziehungsweise Backoffice-Einheiten seien reibungslos verlaufen.

Praxistauglich über Nacht

Allerdings muss das System noch seine Praxistauglichkeit in den nächtlichen Datenverarbeitungsläufen der kommenden beiden Tage unter Beweis stellen. "Hier können zusätzliche Qualitätssicherungs-Maßnahmen dazu führen, dass gegebenenfalls am Dienstagmorgen kleinere Einschränkungen möglich sind", räumt die HVB vorsichtig ein.

Die zeitweiligen Beschränkungen beim Online-Banking und an den Geldausgabe-Automaten, die am Wochenende auftraten, waren den Kunden angekündigt worden. Vermutlich deshalb verursachten sie der Bank zufolge "keine nennenswerten Anrufe" in der eigens eingerichteten Kunden-Hotline.