Hugo Boss: Lernen managen, Wissen nutzen

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Nutzer verlangen nicht nur, dass sich Web-based Training nahtlos in vorhandene IT-Landschaften einpasst - noch wichtiger ist, dass es Kernaufgaben wie Mitarbeiterentwicklung und Wissens-Management erleichtert.

25 Prozent Mehreinnahmen und ein um 18 Prozent auf 59 Millionen Euro gestiegenes Ergebnis vor Steuern: Mit ihrer Halbjahresbilanz 2004 konnte die Hugo Boss AG (www.hugoboss.com), Deutschlands führender Herrenausstatter aus Metzingen auf der Schwäbischen Alb, mehr als nur zufrieden sein. Besonders stark fielen dabei die Zuwächse im europäischen Ausland und den USA (plus 12 beziehungsweise 13 Prozent) aus, doch selbst im schwächelnden Heimatmarkt konnten die Schwaben zulegen.

Die Ursache des Erfolgs liegt indes nicht allein in der Produktqualität begründet. Vor allem das Handels-Marketing des Modekonzerns trägt seit geraumer Zeit seinen Anteil bei: Mit aufwendigen Promotion- und Werbestrategien schuf die Abteilung einen bis hin zur Einrichtung der Shops vor Ort weltweit einheitlichen Markenauftritt, der das Bild vom Boss-Träger als topmodisch gekleidetem Erfolgsmenschen im Bewusstsein verankerte.

Eine zentrale Rolle spielten dabei von Beginn an Produktschulungen und Service-Kurse der hauseigenen "Training & Development"-Abteilung unter Leitung von Roniccia Eisenmann. Sie vermitteln Franchise-Nehmern, Shop-Managern und Verkäufern in regelmäßigen Abständen das Wissen über die neueste Kollektion sowie darüber hinaus Kenntnisse in Themenfeldern wie "Corporate Identity", "Operational Management" und "Leadership". Zuletzt wurde es allerdings immer schwieriger, den großen Nutzerkreis und die vielfältigen Seminarangebote einheitlich zu strukturieren und verwalten. Das war die Geburtsstunde der Hugo-Boss-University, die als weltweit verfügbare E-Learning-Plattform das gesamte Händlernetz erreichen sollte.

Die Anforderungen waren hoch: Benötigt wurde eine Lösung, die "das gesamte verfügbare Inhouse-Wissen für den weltweiten Handel transparent machen" würde (Eisenmann). Zu diesem Zweck waren nicht bloß zahlreiche neue Online-Kurse, sondern auch bestehende Trainingskonzepte unter einer gemeinsamen Oberfläche zu integrieren - und zwar so, dass sie jederzeit für User aus 5000 Shops in 108 Ländern nur mit Hilfe eines Internet-Browsers abrufbar sind. Besondere Bedeutung kam somit einerseits den Management-Funktionen zu, mit deren Hilfe die Trainingsabteilung Kursangebot und Nutzerdaten verwaltet und sich einen Überblick über die Qualität der Seminare und den Lernerfolg verschaffen kann. Außerdem musste das System zahlreiche Schnittstellen und Standards unterstützen.

Fast schon als Standardlösung für derartige Aufgaben hat sich in den letzten Jahren die IBT-Server-Lernplattform der Karlsruher time4you GmbH (www.time4you.de) empfohlen, für die sich nun auch das Team um Eisenmann entschied. Den Ausschlag gab dabei nicht zuletzt, dass für Implementierung und Rollout des Systems gerade einmal eine Saison zur Verfügung stand.

Inhalt dieses Artikels