Server und Partner

Huawei stellt Mission Critical Server vor und gibt Partnerschaften bekannt

Bernhard Haluschak ist als Redakteur bei TecChannel tätig. Der Dipl. Ing. FH der Elektrotechnik / Informationsverarbeitung blickt auf langjährige Erfahrungen im Server-Umfeld und im Bereich neuer Technologien zurück. Vor seiner Fachredakteurslaufbahn arbeitete er in Entwicklungslabors, in der Qualitätssicherung sowie als Laboringenieur in namhaften Unternehmen.
Der IT-Infrastrukturspezialist Huawei präsentiert auf der CeBIT 2016 mit KunLun einen 32-Sockel-Server auf Basis einer x86-Architektur. Zusätzlich gab das Unternehmen einige strategische Partnerschaften bekannt.

Den Mission Critical Server KunLun offeriert Huawei in den drei Versionen 9008, 9016 und 9032. In der höchsten Ausbaustufe 9032 arbeiten bis zu 32 Prozessoren des Typs Intel Xeon E7 V3 in dem KunLun-System. Somit stehen insgesamt 576 Prozessorkerne für Mission-Critical-Workloads inklusive der 768 möglichen Speichermodule zur Verfügung. Laut Huawei sind die typischen Einsatzgebiete des Servers klassische Datenbankanwedungen wie SAP HANA, In-Memory-Computing, High Performance Computing (HPC) oder komplexe Virtualisierungsplattformen. Dabei kann der Anwender Betriebssysteme wie Red Hat Linux, SUSE Linux oder Windows Server nutzen.

Um eine hohe Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit zu gewährleisten, verwendet der Hersteller in dem Server-System RAS-2.0-Technologie. Diese ist in der Lage umfassende Health-Analysen durchzuführen und Fehler im Voraus zu erkennen. Bei Bedarf werden Elemente isoliert oder ein Failover initiiert. Gleichzeitig kann der Support informiert werden, um etwa die risikobehafteten Elemente auszutauschen. Dabei lassen sich zum Beispiel die Computing-Einheiten online wechseln (Hot Swap), ohne den Server herunterfahren zu müssen.

Laut Huawei zählt der KunLun-Server aktuell zu den schnellsten Misson-Critical-Systemen im Markt. Diese verdankt das System unter anderem speziellen Node-Controller-Vernetzungschips, die eine ausfallsichere Hochgeschwindigkeitsvernetzung ermöglichen. Darüber hinaus besitzt der Server als Novum, sowohl eine physische als auch eine logische Partitionierung, um verschieden Rechenanforderungen zu optimieren. Der KunLun-Server ab sofort ausgeliefert. Den Preis hat der Hersteller noch nicht bekannt gegeben.

"Das KunLun-System ist ein unternehmenskritischer Server der neuen Generation, der auf einer offenen Plattform basiert und die hohen Leistungs- und Zuverlässigkeitsanforderungen von kritischen Anwendungen eines Unternehmens erfüllt." kommentierte Zheng Yelai, President IT Product Line bei Huawei, die Markteinführung des Servers.

Huawei und Deutsche Telekom
Huawei und Deutsche Telekom

Darüber hinaus haben Huawei und die Deutsche Telekom auf der CeBIT die Einführung der "Open Telekom Cloud" angekündigt, die auf deutschen Daten und Datenschutzregeln aufbaut. Zur der öffentlichen Cloud für Unternehmen steuert Huawei die Hard- und Software wie Server, Speicher-, Netzwerk- und das Cloud-Betriebssystem, bei.

Huawei und Kuka
Huawei und Kuka

Zusätzlich gab Huawei die Partnerschaft mit KUKA, einem weltweit führenden Hersteller von Robotertechnik, bekannt. Bei der Zusammenarbeit sollen Forschung und Entwicklung eine zentrale Rolle spielen. Nach Angaben von Huawei gehören zu den wichtigsten Forschungs- und Entwicklungsprojekten aktuell das Internet der Dinge (IoT), das WLAN-und 5G-Netz sowie Big-Data-Lösungen für Herstellungsprozesse. Das Ziel dieser Allianz ist es, Cloud gehostete intelligente Produktionsumgebungen zu entwickeln.

Sie finden Huawei auf der CeBIT 2016 in der Halle 2 auf dem Messestand B54.