Kleine Helfer

HTML5-Benutzerschnittstellen für Desktop und Mobile

Diego Wyllie hat Wirtschaftsinformatik an der TU München studiert und verbringt als Softwareentwickler und Fachautor viel Zeit mit Schreiben – entweder Programmcode für Web- und Mobile-Anwendungen oder Fachartikel rund um Softwarethemen.
Das Entwicklungs-Tool "Maqetta" hat IBM als Antwort auf Flash und Silverlight entwickelt. Das Ziel: die Defizite von Ajax-Umgebungen gegenüber diesen pro-prietären Lösungen ausgleichen. Im April 2011 hat Big Blue das Tool Open Source gestellt und an die Dojo Foundation übergeben.
Foto: Diego Wyllie

Die Software ermöglicht es, komplexe und dynamische Benutzerschnittstellen für Web-Anwendungen auf Basis von Ajax und den neuen Web-Standards HTML5 und CSS3 zu realisieren. Seiten können mit Hilfe eines Wysiwyg-Editors aus einem Vorrat von grafischen Elementen erstellt und mittels Drag and Drop layoutet werden.

Von Vorteil dabei ist, dass das Tool nicht an eine UI-Bibliothek gebunden ist, sondern mit verschiedenen Widget-Bibliotheken und CSS-Themes funktionieren soll. So sind in der aktuellen Version die bewährten Lösungen "JQuery UI" und Yahoos "YUI Library" bereits integriert.

Für die Entwicklung mobiler Anwendungen bietet das Programm zudem Silhouetten bekannter Geräte wie die des iPhone, mit denen sich genaue Layouts erstellen lassen. Wie bei Web-Editoren üblich, steht neben der Design-Ansicht auch eine Quellcode-Ansicht bereit. Anwender können in beiden Modi simultan editieren. Praktisch sind zudem die vielen Collaboration-Features.

CW-Fazit: Wer Anwendungen auf Basis moderner Web-Standards realisieren möchte, findet in Maqetta ein praktisches Tool, das die Entwicklung im Frontend-Bereich deutlich vereinfachen kann.